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Viele freuen sich schon auf Weihnachten. Auf Geschenke, auf das gemeinsame Feiern oder einfach auf ein paar ruhige, freie Tage.

Das sind schöne Aussichten. Kein Wunder, dass die Adventszeit meist als Vorweihnachtszeit erlebt wird. Aber der „Advent“ bedeutet ursprünglich etwas anderes: „adventus“ – Ankunft.

 

Der Prophet Jesaja fordert die Menschen seiner Zeit auf, sich darauf vorzubereiten, dass Gott in ihre Welt kommen wird: „Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig.“ (Jesaja 40,3.10)

 

Darum werden in den Gottesdiensten der Adventszeit Lieder gesungen wie „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit“ oder „Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich Dir?“ Damit drücken Menschen aus: Wir warten auf Gott.

 

Doch Viele warten jetzt auf etwas anderes:

Auf Klarheit über eine Sache, auf Antwort von jemandem, auf eine Diagnose oder auf das Wiedersehen mit lieben Menschen. Ich glaube, dass das, wonach wir uns sehnen und auch das, was wir vielleicht befürchten, durchaus mit Weihnachten zu tun hat.

 

Eine hat sich vielleicht schon daran gewöhnt, mit ihren unerfüllten Wünschen und Träumen zu leben. Dann tut es nicht mehr so weh. Oder einer stellt fest, dass jeder doch seines eigenen Glückes Schmied ist. Und darum für das, was er sich wünscht, selbst sorgen muss. Oder eben oft auch – aus Mangel an Möglichkeiten – darauf verzichten muss.

 

In diesen Tagen denke ich besonders an Menschen, die in Krisengebieten leben oder aus diesen fliehen müssen, um eine Chance zu haben zu überleben. Ich denke an die Kriege, an die Gewalt, die Menschen erleiden müssen. Und auch an die Probleme bei uns in Deutschland. Wo der Friede uns so oft fehlt – in den Familien, am Arbeitsplatz, in unserem Alltag.

 

Und jetzt ist bald wieder Weihnachten. Ich weiß, für manche eine Mogelpackung. Für mich ein Fest, auf das ich mich jedes Jahr neu freue.

Denn in der Bibel lese ich von der Hoffnung, dass Gott uns nicht mit unseren Ängsten und Mühen allein lässt. Ich lese von der Sehnsucht nach einem Frieden, den Menschen von sich aus nicht herstellen können. Ich lese von Gerechtigkeit für die Armen und die an den Rand Gedrängten und von Hilfe für die Schwachen und Kranken.

 

 

Beim Propheten Jesaja heißt es:

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell. Du, Gott, weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut, in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht und jeder Mantel, der durch Blut geschleift wird, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.“ (Jesaja 9,1-4)

 

Die Adventszeit hilft mir, mit Gottes Hilfe zu rechnen und Gott darum zu bitten. Weil ich höre und darauf baue: Gott hat sich entschlossen, in Jesus Christus als Mensch zu uns Menschen zu kommen.

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