Suche Frieden

Pfarrer Gereon Alter

Vielen Dank für die freundlichen Worte und einen herzlichen Gruß nach Hamburg! Ich mach’s kurz, weil der Countdown läuft.

Hier auf dem Katholikentag haben sich etwa 70.000 Menschen versammelt. Sie singen, feiern, sind ausgelassen – genauso, wie ihr das gerade in Hamburg erlebt. Und: sie machen sich Gedanken darüber, wie unsere Welt friedlicher werden kann.

 Münster, das ist die Stadt des "Westfälischen Friedens". Hier ist einer der schrecklichsten Kriege der Menschheitsgeschichte beendet worden: der "Dreißigjährige Krieg."

Und jetzt wird’s hochaktuell: Dieser Krieg ist ausgebrochen, weil Vertreter verschiedener Religionen und Kulturen sich nicht mehr in der Lage sahen, miteinander zu reden. Nur der eigene Glaube und die eigene Weltsicht zählten, das Andere und Fremde wurde diffamiert. Heute würden wir sagen: da waren Diskriminierung und Populismus im Spiel. Und die haben noch nie etwas Gutes gebracht.

Dass und wie es anders gehen kann, erlebe ich hier auf dem Katholikentag. Denn der ist beileibe nicht nur ein Katholikentag. Hier kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken unserer Gesellschaft miteinander ins Gespräch.  Das ist nicht immer leicht, das ist manchmal ganz schön spannungsreich. Aber es ist allemal besser als übereinander zu reden und einander zu diffamieren.

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