Geschichte der Kirche

Geschichte der Kirche

 

Die St. Viktor Kirche am Markt ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche, die auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurückblickt. Das ursprüngliche Kirchengebäude stammt aus dem 11. Jahrhundert. An der nördlichen Außenwand sind aus dieser Zeit noch romanische Bogenfragmente aus grünlichem Soester Sandstein erhalten. Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche um die Vierung vor dem heutigen Vorraum sowie um das Querhaus und die Apsis erweitert. Im 15. Jahrhundert kamen die Seitenschiffe auf der Nord- und Südseite und der Turm hinzu. 1508 entstand der spätgotische Chor, der seit 1523 den goldenen Antwerpener Altar beherbergt.

 

Neben dem Antwerpener Retabel, dem bedeutendsten Schatz der Kirche, besitzt St. Viktor einen nur teilweise erhaltenen 7-Schmerzen-Altar von 1518 sowie ein Kreuzigungsfresko von 1310, das zu den frühesten erhaltenen Wandgemälden Westfalens zählt.

 

Seit 2014 besitzt die Kirche eine neue Hauptorgel mit 27 Registern aus der Orgelwerkstatt Daniel Kern, Straßburg, dem Erbauer der Orgel in der Frauenkirche zu Dresden.

 

An die historische Fassade der St. Viktor Kirche schließt sich das seit 2 Jahren bestehende neue Gemeindezentrum an, das aus einem schlanken traufständigen Baukörper mit Satteldach besteht. In der Altstadt von Schwerte bildet die St. Viktor Kirche zusammen mit dem benachbarten Alten Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und der Alten Marktschänke ein Ensemble von hohem Denkmalwert, das unter dem Wahrzeichen des schiefen Kirchturms von St. Viktor weithin sichtbar die Mitte der Stadt markiert.