ZDF-Gottesdienst aus Bolanden

"Willkommen an einem besonderen Tisch"

<p>Foto: Martin K&ouml;nig</p>

Die Mennoniten sind eine Freikirche, deren Wurzeln in der Reformationszeit liegen. Im 17. Jahrhundert wurden sie in Mitteleuropa verfolgt, weil sie – anders als Katholiken und Protestanten - keinen Wehrdienst leisteten und nur Menschen tauften, die ihren Glauben selbständig bekennen konnten. Als sich mit der Aufklärung der Toleranzgedanke mehr und mehr durchsetzte, mussten die Mennoniten jedoch weiterhin unauffällig bleiben.

 

Alle sind Brüder und Schwestern

Darum haben sie ihren Glauben besonders intensiv in ihren Familien gelebt. Im ZDF- Gottesdienst bringen sie dies mit einem Familientisch symbolisch zum Ausdruck. Hier erinnert Lektor Gerhard König an das Selbstverständnis der ersten Christen, die sich unabhängig vom biologischen Verwandtschaftsverhältnis als Brüder und Schwestern verstanden haben. Ein alter und zugleich visionärer Text, der Christen jeder Konfession zu Toleranz und herzlicher Gemeinschaft herausfordert. Dies klingt auch in den Liedern an, die Elisabeth Schmutz (Gitarre und Gesang), Harry Richter (Bass) und Christoph Stoll (Orgel) mit der Gemeinde singen.

 

Dieser Gottesdienst steht in der Reihe der ZDF-Fernsehgottesdienste im Jahre 2013. Sie nehmen das  Thema „Reformation und Toleranz“ der Lutherdekade der Evangelischen Kirche in Deutschland auf.  Sie fragen, wo heute Toleranz gefordert ist. Aber auch, wo es gilt, Farbe zu bekennen. Sie stellen sich den intoleranten Seiten der Reformationsgeschichte und zeigen, wie sich eine selbstbewusste protestantische Haltung mit der Anerkennung anderer verträgt. Und sie finden lebensnahe und aktuelle Bezüge zu manchen heutigen Auseinandersetzungen in der Bibel, auch wenn diese das Wort Toleranz noch gar nicht kannte.

 


 

ZDF-Fernsehgottesdienst im ZDFtext:

Live-Untertitel auf Seite 777
Informationen zum Gottesdienst am Sendetag auf Seite 551

Videos: 

Videobotschaft zum ZDF Fernsehgottesdienst aus Bolanden-Weierhof am 23.06.2013