Gemeindeportrait der Dreikönigsgemeinde in Frankfurt am Main

Die Dreikönigsgemeinde ist die mitgliederstärkste evangelische Gemeinde in Frankfurt a. M. (rund 6.300 Mitglieder). 1997 aus drei Gemeinden fusioniert, erstreckt sich ihr Gebiet von der Innenstadt am südlichen Mainufer bis zur Frankfurter Stadtgrenze. Das Museumsufer, das noch junge Deutschherrnviertel und die Apfelweinlokale von Altsachsenhausen gehören ebenso dazu wie der einst vom Radrennen berühmte „Henninger Turm“ und die Jogger und Rehe des Frankfurter Stadtwaldes. Die Dreikönigsgemeinde ist dadurch City- und Waldkirche in einem. Sie hat zwei Gottesdienststätten, Dreikönigs- und Bergkirche, sowie ein Gemeindezentrum.


Durch ihre Lage im Gegenüber zu Römerberg und Frankfurter Dom gehört die Dreikönigskirche prägend zum Stadtbild. Mit ihren 850 Sitzplätzen ist sie eine große, beliebte Konzertkirche. Die Kirchenmusik an Dreikönig mit vier Chören und Jugend-Musik-Ensemble hat Ausstrahlung und Anziehungskraft für die ganze Stadt.

 

Lutherisch-liturgische Stimme im Konzert der Frankfurter Gemeinden

Im Konzert der Frankfurter Gemeinden ist Dreikönig eine lutherisch-liturgische Stimme. Gottesdienst wird in großer Vielfalt gefeiert: Musikalische Vesper, sonntäglicher Abendmahlsgottesdienst, liturgisches Abendgebet, Kantatengottesdienste, lutherische Messe. Aber auch ganz anders: Tischabendmahl nach der Form der schottischen Iona-Gemeinschaft, Bittgottesdienst um Heilung, Jugendgottesdienst, Gebete für die Stadt vom Turm der Bergkirche, Nacht der Kirchen. Schon die Kleinsten können nahezu jeden Sonntag einen für sie extra gestalteten Kleinkinder- oder Kindergottesdienst erleben. Derzeit wird zum Herbst eine erste "Thomasmesse“ nach dem Vorbild aus Finnland vorbereitet.


Dreikönig gehörte zu den Gemeinden, die die Reformation in Frankfurt auslösten. In der Zeit des Nationalsozialismus erklärten bereits im November 1934 die beiden damaligen Pfarrer sowie der Kirchenvorstand einmütig die Zugehörigkeit der Gemeinde zur Bekennenden Kirche. Die heutige Dreikönigsgemeinde gedenkt in einem jährlichen Gottesdienst derer, die in Verbindung zu Dreikönig standen und im Holocaust ermordet wurden. Sie beteiligt sich an der Verlegung von "Stolpersteinen“, Gedenktafeln im Pflaster vor den letzten selbstgewählten Wohnorten von Opfern des Nationalsozialismus.

 

Schwerpunkte und Themen der Gemeinde:

  • Angebote für Kinder und Familien (3 Kindertagesstätten, Kinderbibeltage, Kindergruppen)
  • Konfirmandenarbeit mit großem Jugendteam
  • Unterstützung der Wohnsitzlosenhilfe "Lazarus"; Essensgutscheine der Gemeinde für Bedürftige
  • Der Fluglärm durch die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen ist für viele eine extreme Belastung. Seit Silvester bringt ein Banner am Turm der Bergkirche die Situation mit einem Bibelvers zum Ausdruck: „Wenn wir auch müde sind, lässt man uns doch keine Ruhe!“
  • Die Fluktuation in Frankfurt ist groß. Für die monatlich 80 bis 100 Neuzugezogenen hat die Gemeinde die Sendung "Brot & Salz“ entwickelt: Ein Brotgutschein, einzulösen bei Bäckern im Viertel, und ein Salztütchen als Segenswunsch für das Leben im neuen Zuhause.
  • Verstärkte Verbindung zur koreanisch-evangelischen Gemeinde, mit der sich Dreikönig das Gemeindezentrum teilt
  • Kirche und Kunst: Lichtkunstwerk im Innenraum der Dreikönigskirche zur Luminale 14. – 21. April 2012.