Deutschsprachige Evangelische Gemeinde auf den Balearen

Eine Gemeinde, die Gemeinschaft lebt und Gott dankt:
Wir feiern Gottesdienste an verschiedenen Orten auf Mallorca und Ibiza: und im Anschluss immer mit einem Zusammensein, mit Essen und Trinken, Gespr
ächen  und Lachen. Wanderungen durch die Berge, Trauungen auf Fincas, Taufen am Meer. Und Weihnachten feiern wir an Heiligabend in der Kathedrale von Palma: mit vielen Residenten und Touristen.

Aber auch eine Gemeinde, die Not sieht und zupackt:
"Was Ihr einem dieser geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt Ihr mir getan", sagt Jesus. Ehrenamtliche besuchen deutschsprachige Menschen im Gefängnis und in den Krankenhäusern. Und die" Aktion herztat" engagiert sich mit fünfzig Patinnen und Paten für ältere Menschen auf Mallorca, die einsam oder in Not sind.

 

Und eine Gemeinde mit Tradition:
Am ersten Sonntag nach Ostern (22. April, "Quasimo-
dogeniti") im Jahr 1906 kam es zum ersten evangelischen Gottesdienst in
deutscher Sprache auf Mallorca.

 

Dietrich Bonhoeffer, der Vikar in Barcelona war, wurde im Januar 1929 zu einer Dienstreise nach Palma entsandt. Bei ihr nutzte er die Gelegenheit, um
die Insel endlich selbst näher kennen zu lernen. Er schrieb an seine Eltern: "Vor meiner Abfahrt nach Mallorca jetzt in 2 Stunden will ich Euch
noch einen Gruß schicken. Sonntag werde ich dort 2 Gottesdienste
haben und mir dann noch ein paar Tage die Insel ansehen."
Seit 1972 gibt es auf den Balearen eine eigene Pfarrstelle, um Residenten und Touristen zusammen in einer Gemeinde zu vereinen.

Im Jahr 1995 kaufte die Gemeinde das Pfarr- und Gemeindehaus in einem Stadtteil von S´Arenal, das vielen Residenten und Besuchern einen heimatlichen Ort bietet.

In der Gemeindechronik von
Pfarrer Heiner Süselbeck heißt es: 
Was sich für diese kleine "Kirche" mit unterschiedlichen Herausforderungen im Laufe der Jahre erhalten hat, war die Bindekraft, die für sie von ihren Gottesdiensten durch die Jahrzehnte ausging.
Ob sie in ihrer jetzigen Form Bestand haben wird, bleibt – wie oft in ihrer Geschichte – eine offene Frage.
Aber sie gibt Zeugnis für den Trost aus Mt 24,35 - wo Jesus Christus sagt:
"Himmel und Erde werden, aber meine Worte werden nicht vergehen.
"