Geschichte der Egidienkirche

Die Egidienkirche gehört zu den ältesten geistlichen Orten Nürnbergs. Bereits im 12. Jahrhundert befand sich hier ein Benediktinerkloster mit einer romanischen Kirche. Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben, und am Egidienplatz entstand ein bedeutendes Bildungszentrum: Hier gründete Philipp Melanchthon 1526 das erste humanistische Gymnasium Deutschlands.

Nachdem ein Brand die Anlage Ende des 17. Jahrhunderts zerstört hatte, wurde die Kirche zwischen 1711 und 1718 neu errichtet. Die Egidienkirche ist bis heute die einzige barocke Kirche Nürnbergs.

Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark zerstört und anschließend wieder aufgebaut. In ihr verbinden sich heute verschiedene Epochen der Nürnberger Geschichte – mittelalterliche Kapellen, barocke Architektur und ein moderner Kirchenraum.