Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Boppard
- Bis Ende des 18. Jahrhunderts: Boppard gehört zum Kurfürstentum Trier. Die Bevölkerung ist aufgrund der konfessionellen Ordnung katholisch; evangelische Einwohner gibt es zunächst nicht.
- 1794–1802: Mit dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen und den politischen Veränderungen wird die freie Religionsausübung ermöglicht. Evangelische Christen können sich in Boppard niederlassen.
- 1836: Durch Königliche Kabinettsorder vom 19. März werden die evangelischen Einwohner Boppards in die Kirchengemeinde St. Goar eingepfarrt.
- 1844: Am 14. April wird ein eigenes Presbyterium gewählt. Damit entsteht eine evangelische Gemeinde in Boppard, zunächst als Filialvikariat von St. Goar.
- 1846: Am 28. Juli erhält die Gemeinde ihre Selbstständigkeit als unierte Evangelische Kirchengemeinde Boppard.
- Heute: Die Gemeinde umfasst Boppard-Stadt, die Stadtteile Buchenau, Bad Salzig und Weiler sowie die Gemeinden Brey und Spay. Sie zählt rund 2.000 Gemeindeglieder.
Kirchliche Zugehörigkeit: Die Gemeinde gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Koblenz und damit zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).
Schwerpunkte und Einrichtungen: Ein wichtiger Schwerpunkt ist die diakonische Arbeit. Die Gemeinde ist Trägerin einer Kindertagesstätte. Darüber hinaus befinden sich in Boppard zahlreiche diakonische Einrichtungen sowie die Evangelische Archivstelle Boppard als Außenstelle des landeskirchlichen Archivs.