Privat/ Rita Stumpfer

Der Dom steht als erste und größte Bremer Kirche in der Mitte der Stadt. Die beiden Türme prägen neben Stadtmusikanten, Rathaus und Roland das Gesicht der norddeutschen Metropole.

Die Geschichte des St-Petri Doms reicht in die frühen Tage der befestigten Stadt Bremens zurück. Unter Karl dem Großen beginnt die Geschichte des Doms im Jahr 789, zunächst unter dem Missionsbischof Willehad mit einem ersten Bau aus Holz.

Unter wachsendem Einfluss und zunehmender Macht des Erzbistums Bremen wurde auch ein gotischer Dom realisiert, der im 11. Jahrhundert im Grundsatz seine heutige Form erhielt. Krypten und Teile des Gewölbes stammen aus dieser Zeit. Umfangreiche Änderungen in der Reformationszeit galten für Gemeinde wie auch den Kirchbau, und mehrere Schließungen über Jahrzehnte erzählen von turbulenten Zeiten zwischen Domkapitel und der Stadt Bremen. Der Bau wurde nach einem Turmeinsturz 1638 für mehrere Jahrhunderte nicht wesentlich verändert.

Um 1900 erhielt der Dom dann eine Restaurierung, die mit den zwei Westtürmen und der vollendeten Dreischiffigkeit das heutige Erscheinungsbild prägt. Zahlreiche Kunstschätze und Bischofsgräber erzählen von der bewegten Vergangenheit, gegenwärtiger Gebrauch mit Predigt- und meditativen Plätzen geben Raum für das tägliche Gebet, außerordentliche und allsonntägliche Gottesdienste für die Gemeinde und die Offenheit für ihre Stadt. Die Ausstattung mit 5 Orgeln, zahlreichen musikalischen Gruppen und Veranstaltungen erzählen von der Lebendigkeit ihrer Gemeinde.

Auch für touristische Zwecke ist der Dom täglich geöffnet, das Dommuseum, der einzigartige Bleikeller, aber auch der Turmaufstieg und der angrenzende Bibelgarten laden herzlich zum Besuch ein.