Die Christuskirche in Boppard ist der erste evangelische Kirchenbau der Stadt und blickt auf folgende Meilensteine zurück:
1850: Am 26. August legt Prinzessin Augusta von Preußen den Grundstein.
1851: Das erste Kirchengebäude wird fertiggestellt. Die Baukosten übernimmt König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen.
1852: Am 29. Juni wird die Kirche feierlich eingeweiht und erhält auf Wunsch des Königs den Namen Christuskirche.
1885–1887: Aufgrund der wachsenden evangelischen Gemeinde wird die Kirche nach Plänen des Architekten August Heins erweitert. Die Zahl der Sitzplätze steigt von 208 auf 480.
1887: Am 23. Oktober wird die erweiterte Christuskirche eingeweiht.
1896: Die Empore wird für den Einbau einer neuen Orgel vergrößert.
1908: Der Innenraum erhält eine Ausmalung im neobyzantinischen Stil.
1945: Am 13. März wird die Kirche durch Artilleriebeschuss im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.
1957: Eine umfassende Innenrenovierung beseitigt die verbliebenen Kriegsschäden. Die neobyzantinische Ausmalung wird dabei entfernt.
1966: Drei neue Chorfenster werden durch die Stiftung eines Gemeindemitglieds ermöglicht.
1974–1976: Im Zuge der Baumaßnahmen für die B 9 wird die Kirche umfassend umgebaut. Es entstehen eine Kapelle in der linken Vorhalle und eine neue Orgel; schalldämmende Fenster reduzieren den Bahnlärm.
1992: Wegen festgestellter statischer Mängel muss die Kirche im März geschlossen werden.
1993: Die umfassende Sanierung beginnt. Das Mauerwerk wird gesichert, der Innenraum erneut neobyzantinisch ausgemalt und die Außenfassade mit hellem Basaltputz versehen. In der rechten Vorhalle entsteht eine Winterkirche.
2013: Der linke Seitenflügel der Kirche wird erneuert