Gemeinfrei via pixabay/ Hebi B.
Verschwörungserzählungen reloaded
Eine Spurensuche im Mittelalter
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25.09.2022 07:05
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Vor einigen Monaten hatte ich ein seltsames Erlebnis. Früher hätte man im christlichen Sprachkosmos vielleicht von einem Bekehrungserlebnis gesprochen, aber ein sogroßes Wort erscheint heute eher unpassend. Vielleicht sollte ich es lieber eine Nummer kleiner beschreiben: Ich hatte ein Aha-Erlebnis. Moderne Verschwörungserzählungen – langweilen mich.

Kaum zu glauben, aber ja: Verschwörungserzählungen langweilen mich. Seit das Raunen der sogenannten Eingeweihten in meinen Ohren dröhnt, hatte ich doch etwas völlig anderes erlebt: Einfach nur Panik! Einen Adrenalinspiegel, der sich dem toxischen Bereich nähert. Blutdruck, Pulsfrequenz: grenzwertig. Egal, ob bei der Zeitungslektüre oder beim Gespräch mit der betagten Nachbarin in der Kleingartenanlage: Ihre Bekannten im Dorf hätten ihr versichert, sie sei als Geimpfte jetzt mal eben gechippt worden. Alienalarm!

Ich staune noch etwas darüber, dass ich inzwischen tatsächlich gelangweilt bin von Verschwörungserzählungen. Hatte ich nicht seit Beginn der Pandemie immer mit Schnappatmung reagiert und abwinken müssen, wenn FreundInnen sich mit mir austauschen wollten: Arkanwissen, Deep State und Aluhut? Ich weiß, ich sollte mich gründlich informieren. Aber das pack ich höchstens in Gestalt von Satire… Also Alienalarm zum Beispiel:

"Verdammte Scheissssse! Wie ssstoppen wir die drei nur?" fragt ein sichtlich nervöser Reptiloid. "Die verraten einfach der ganzen Welt genau, wassss wir vorhaben! Woher wissssssen die dasssss allessssss? Warum sssssind die so klug?" …

Da haut plötzlich ein alter nackter Mann mit tiefschwarzen Augenringen wütend auf den Tisch. "Ich sage jetzt, wie's gemacht wird. Erstens: Wir kaufen alle Zeitungen, Onlinemedien und Satireseiten in Deutschland ein, die uns nicht sowieso schon gehören. … Und …: Wir hören jetzt mal auf mit Diskutieren und opfern erstmal ein paar Kinder. Wer hat Hunger, naaa?" Die anderen springen zufrieden auf. "Danke, Ratzi, deine Pläne sind mal wieder die besten." "Mahlzeit!"

 „Der Postillon“ – in der Vergangenheit haben mir unzählige Artikel dieses Satiremagazins in Sachen grimmiger Resilienz und verzweifeltem Gelächter weitergeholfen. Aber in diesem Fall? Eigentlich glaube ich an die Kraft, Dinge zu entzaubern, indem man sie lächerlich macht. Wie war das doch bei Harry Potter? Der geniale Ridiculus-Zauber? Mach lächerlich, was Dir Angst einjagt! Könnte ich nicht einfach dieses Prinzip auch hier anwenden? – Mir Professor Snape in den Klamotten meiner Großmutter vorstellen zum Beispiel? Einmal rasch mit dem Zauberstab winken und simsalabim: Verschwörungserzählungen: einfach nur lächerlich!
Das Lachen bleibt mir trotzdem im Hals stecken. Denn hier geht es nicht um meine persönlichen Ängste. Diese Erzählungen bedrohen Menschen – ganz real. Die steigende Zahl von verschwörungsideologisch motivierten Gewalttaten spricht für sich.
Mein Ridiculus-Zauber scheint in diesem Fall also nicht zu funktionieren. Wenn ich mich nicht damit abfinden will, „panisch“ als meinen neuen Normalzustand zu akzeptieren, muss es eine andere Lösung geben! Ich mache mich also auf die Suche - und werde fündig. In meinem alten Kirchengeschichtslehrbuch. Und das unterbreitet mir folgendes provokantes Angebot: Lächerlich finden schaffst Du nicht? Versuch es mal mit langweilig… Denn sie sind sowas von alt, diese Erzählungen.

Leider bin ich nicht in der Lage, meiner Langeweile so cool Ausdruck zu verleihen und dabei auch nur annähernd eine so gute Figur zu machen wie Benedict Cumberbatch alias Sherlock Holmes. Der quittiert allzu durchsichtige Szenarien mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem „boring“! Meine Coolness lässt weiterhin zu wünschen übrig. Aber ich versuche es trotzdem, auch wenn mir dabei die Knie zittern: Langweilig!
Ein kurzer Blick ins Mittelalter verschafft mir jenes Aha-Erlebnis: Die heutigen Erzählungen – vielleicht bizarr, aber nicht originell. In der Schule würden sie einem eine glatte 6 einbringen. Ungenügend! Wegen Abschreiben beim Banknachbarn - nur dass der Banknachbar ein paar Jahrhunderte zurück in der Vergangenheit sitzt…. Blutrausch? Geheime Weltbünde? Menschen, die nur so tun, als wären sie Menschen? Kindermorde zum Zweck der persönlichen Beauty-Optimierung? Gähn. Hab ich doch so alles schon mal gelesen!
Auf die Gefahr hin, womöglich zu langweilen, lade ich hier ein auf einen Parforceritt durch die Geschichte: Wucher. Brunnenvergiftung. Ritualmord. Sowohl die kleine Auswahl der der Verleumdungen als auch die Eingrenzung auf das Mittelalter sind der Sendezeit geschuldet. Das Ganze ginge auch stundenlang. Aber wer will das schon?

 

Hier also der Parforceritt, Punkt 1: Wucher.

Der Historiker Malte Holler beschreibt in seinem Artikel „Ökonomiekritik und Antisemitismus“ das moderne Stereotyp des als jüdisch identifizierten Kapitalismus wie folgt:

 „Dem „raffenden“ Finanzkapital wird … das idealisierte Gegenbild eines produktiven ... Kapitals gegenübergestellt. … Diese ideologische Formation wirkt identitätsstiftend, weil sie eine Gemeinschaft schafft, eine vorgeblich moralisch integre Wir-Gruppe. Hierbei ergibt sich eine hohe Anschlussfähigkeit an Gruppenkonstruktionen wie Volk und Nation. Aus antisemitischer Sicht wirken die zur Fremdgruppe erklärten Juden als Gegenprinzip …, das alles „Gegebene“ und vorgeblich „Authentische“ zu zersetzen droht.

Fast könnte man denken, diejenigen, die aktuell diese Erzählungen verbreiten, hätten bei den mittelalterlichen Passionsspielen in der ersten Reihe gesessen. Das Bild des gierigen Juden, der sich einen Dreck um seine Religion schert, solange er sich bereichern kann – in den medialen Superevents des Mittelalters setzt man es mit einschlägigen Requisiten in Szene. So fegt ein gewisser Rabbi Jakob in der Eröffnungsszene des Frankfurter Passionsspiels erst einmal alle Mitspieler mit schepperndem Geldsack von der Bühne, um dann lauthals ein Loblied des Kapitalismus anzustimmen:

Schau dir diesen Geldsack an
was für ein großer Schatz darin ist
davon habe ich noch mehr als drei weitere
dadurch geht es mir gut
und habe viel besseres verkündet
als wenn ich hier ständig krähen würde:
„Gelobt seist Du, o Herrgott!“

Heilig – so die eindeutige Botschaft dieser Eröffnungsszene des Frankfurter Passionsspiels – heilig ist diesen Leuten gar nichts. Nicht nur dieser Rabbi Jakob wird als Zerrbild eines Frommen dargestellt, dem sein Profit über alles geht. Wenige Textzeilen zuvor in dieser Szene fährt ein gewisser Rabbi Joseph dem Propheten Daniel grob über den Mund, um dessen religiöse Botschaft zu stoppen.

Schweig, Tor! Was kläffst du so!
Lern‘ Besseres!
Leihe Pfennige auf Pfand, wie ich!
Das mag reich machen dich!
Dann mag dir besseres gelingen
als wenn du tätest singen
den lieben langen Mai:
„Baruch otta adonay“!

Das Stereotyp des geldgierigen Juden – vielen Menschen ist bewusst, dass es seine Wurzeln im Mittalter hat. Was ich selbst lange nicht wusste: Die ab dem 13. Jahrhundert aufgekommene Omnipräsenz des Geldes und die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Kapital war vor allem ein innerchristliches Thema und Dilemma. Der französische Historiker Jacques le Goff eröffnet in seinem Buch „Das Geld im Mittelalter“ eine interessante Perspektive: Die von le Goff zusammengetragenen mittelalterlichen Predigten, Schwänke und Lehrerzählungen über das Geld und das Zinsleihen brechen meine festen Klischees auf . Denn: Der verstorbene Wucherer, den seine Witwe aus dem verdienten Fegefeuer herauszubeten versucht – ist dort natürlich kein Jude, sondern ist Christ. Der Zinsleiher, der aus dem Kirchenportal tritt, von einem herabstürzenden Fassadenteil erschlagen und so einen schrecklichen, aber gerechten Tod findet – ist mitnichten ein Jude, sondern ein Christ. Die während eines Gottesdienstes vom Prediger öffentlich verspotteten Wucherer – sind durchweg christliche Gemeindeglieder. Und historisch zeigt sich:  Viele reiche Geldgeber und Finanziers, die in mittelalterlichen Stadturkunden namentlich genannt werden, gehören zu den sprichwörtlichen oberen Zehntausend – der christlichen Mehrheitsgesellschaft. Aber natürlich ist es allemal einfacher, die heftig geführte theologische Diskussion – was darf Geld, was darf es nicht? – von sich selbst abzuwälzen. Es ist einfacher, dies als Problem der „anderen“ hinzustellen. Andere, die noch dazu in diesem Geschäft des Geldverleihs schlicht als unliebsame Konkurrenten betrachtet werden. Je plakativer deren Zerrbild, desto besser für die eigene Sanierung. Um es sarkastisch zu formulieren: Die auf den billigen Plätzen sollen ja auch noch was sehen….

 

Parforceritt, Punkt 2: Brunnenvergiftung. Als in der Mitte des 14. Jahrhunderts von Asien ausgehend der größte Teil Europas von der Pest heimgesucht wird, gibt es viele Erklärungsversuche. Schädliche Luftströmungen, sogenannte Miasmen, hervorgerufen durch verhängnisvolle Konstellationen der Gestirne, werden verantwortlich gemacht. Aber wie soll man seine Wut über die Katastrophe an fernen Sternen auslassen? Oder wenn man die Seuche als gerechte Strafe Gottes betrachtet? Das mag die Sache vielleicht erklären, bietet aber wenig Trost. Die Vorstellung, dass eine mysteriöse Minderheit die unschuldige Mehrheit aus reiner Bosheit ums Leben bringen möchte, erweist sich als die Version, die am besten funktioniert, einen selbst am meisten entlastet. Und nun greift das Regelwerk von Verleumdung und unter der Folter erpresster Geständnisse. Legion sind plötzlich die angeblichen Belege dafür, dass „die Juden“, fleißig in ganz Europa die Brunnen vergiften, um die Christenheit auszulöschen. Keiner scheint sich darüber zu wundern, dass Prozessakten einfache Menschen unter der Folter plötzlich geschliffenes Latein zu sprechen vermögen… Und wenn man schon einmal beim Verleumden ist: Sollten nicht auch die Muslime ihre Hände mit im Spiel haben bei jenem globalen Handel mit Gift direkt aus Jerusalem? Dass dieses Importgift wundersamerweise zwischen dem Organismus eines Muslims, eines Juden und eines Christen zu unterscheiden weiß, dem einen kein Haar krümmt, den anderen tötet – an dieses „Wunder“ muss man einfach fest glauben wollen.

Es gibt jedoch Menschen, die diese judenfeindlichen Verschwörungserzählungen nicht nur nicht glauben. Sie widersprechen ihnen sogar. Einer davon ist – der Papst Clemens VI. Schon im Frühherbst 1348 verfasst er eine Bulle, die in die Geschichte eingehen soll.
Zwar beklagt der Papst die Weigerung der Juden, an das Evangelium von Jesus Christus zu glauben. Aber dabei hält er sich nicht lange auf. Er begründet vielmehr das Anrecht der Juden auf Schutz, er begründet ihre besondere Würde mit der Herkunft Jesu aus dem jüdischen Volk. Aber was viel wichtiger ist: Er verteidigt sie gegen alle Verleumdungen. Nüchtern und sachlich redet er den Leuten ins Gewissen: Denkt nach! Benutzt Euren Verstand! Die Juden selbst sterben an dieser Seuche! Und noch dazu: Die Seuche wütet auch in Gegenden, in denen es gar keine Juden gibt…. Mit scharfen Worten wendet sich Clemens VI gegen alle Formen willkürlicher Gewalt, zu denen das Volk sich ermächtigt fühlt:

Unter anderem stellen wir fest, dass kein Christ irgendjemand von den Juden ohne obrigkeitlichen oder offiziellen Richterspruch des Landes oder der Region, in der sie wohnen, verletzten darf oder töten…

Doch die Worte des Papstes verhallen ungehört. Mehr noch – den Verschwörungserzählern spielen sie sogar in die Hände! Beweisen die Worte des Papstes nicht vielmehr, dass er selbst nur eine Marionette der jüdischen Weltverschwörung ist? Haben die ihn nicht einfach gekauft? Und warum stirbt der Papst nicht an der Pest? Höchst verdächtig…da sind sich die Verschwörungserzähler sowas von einig!

 

Parforceritt, Punkt 3: Ritualmord.
Dass die Juden im Zweifelsfall sadistische Mörder sind, die unschuldige Kinder quälen und töten, auch diese Verleumdung von Pizza-Gate und Co scheint stereotyp abgeschrieben. Das Schema F ist schon im Mittelalter von erschreckender Gleichförmigkeit. Ein Kind kommt zu Tode – unter unklaren Umständen. Es ist womöglich kurz vor Ostern. Und dann ist die Sache ganz klar, erstmals im 12. Jahrhundert in der englischen Stadt Norwich in der Grafschaft Norfolk. Ein Junge verschwindet. Die Leiche wird später gefunden. Ein paar Tage darauf hat die Mutter jenes William einen Traum, der ihr die Mörder ihres Sohnes offenbart: Natürlich waren es die Juden… versessen auf das Blut ihres Sohnes.
Es ist egal, dass die Behörden, die dem Fall sofort nachgehen, keinerlei Beweise finden. Es ist egal, dass sogar der König und die Vertreter der Kirche der Anklage folgerichtig widersprechen. Nein – es ist nicht egal – nicht den Verschwörungserzählern. Im Gegenteil: Ist das nicht vielmehr gerade der Beleg, dass an der Sache doch was dran ist!?
Die Geschichte könnte im Sande verlaufen, aber sieben Jahre nach dem verhängnisvollen Tod jenes William greift ein Benediktinermönch den Fall auf. Zwar war jener Thomas von Monmouth zur Tatzeit nicht in Norwich, aber er erweist sich als eifriger auctor, als Autor, als Urheber des Verbrechens im Wortsinn: Sein siebenbändiges Werk, das er über Williams Schicksal verfasst, soll England zu einem eigenen Nationalmärtyrer samt lukrativem Wallfahrtsort verhelfen. Auch wenn diese Pläne nicht ganz perfekt aufgehen: die Mordgeschichte ist in der Welt! Und sie verselbstständigt sich, wird zum festen Bestandteil der geschlossenen Weltsicht vieler.
Wo immer Kinder zu Tode kommen, macht es reflexhaft klick: Hat man das nicht so schon mal gehört? Wenn der böse Jude dort in England Kinder ermordet, dann tut er das hier sicherlich auch. Beweise? Brauche ich nicht. Ich vertraue besser mal meinem Bauchgefühl.
Der gute William von Norwich, der gute Werner von Oberwesel, der gute Konrad von Weißensee. Die Namen der zu Märtyrern stilisierten Kinder, die zu Tode gekommen sind, kennen wir. Die Namen der aus angeblich berechtigter Rache erschlagenen Menschen kennen wir nur, wenn sie in den Memorbüchern der jüdischen Gemeinden verzeichnet werden konnten.

Trotzdem sehen sich die damaligen Verschwörungserzähler mit unangenehmen Ungereimtheiten konfrontiert: Warum in aller Welt sollten Juden, deren strenge Regeln im Umgang mit Blut allgemein bekannt sind, so versessen darauf sein? Könnte das die ganze Geschichte vielleicht doch aushebeln? Aber warum so kompliziert, wenn es auch simpel geht, damals wie heute, copy and paste: Christenkinderblut macht offenbar zeitlos schön. Die Sache mit dem Elixier fürs ewig junge Leben, das heute auf den einschlägigen Internetseiten der Eingeweihten zu finden ist, ist leider sowas von 14. Jahrhundert. Ach ja, kleiner Tipp noch aus dem Mittelalter, den ich mir nicht verkneifen will: Das Elixier lässt sich auch prima bei den so lästigen Menstruationsbeschwerden einsetzen – wohlgemerkt den Menstruationsbeschwerden jüdischer Männer, die – das als süffisante Randbemerkung der mittelalterlichen Verschwörungserzähler – ja gar keine echten Männer sind.

Wucher. Brunnenvergiftung, Ritualmord. Am Ende dieses Parforcerittes bin ich mir nicht sicher, ob mir meine Spurensuche im Mittelalter wirklich einen Ausweg aus meiner Panik bietet. Die darin besteht, von Verschwörungserzählungen umzingelt zu sein. Vielleicht riskiere ich bei weiterer Lektüre sogar eine Art Erstverschlimmerung – ich weiß es nicht. Eines aber weiß ich: Schockstarre kann nicht die Lösung sein. Zornige Langeweile ist womöglich meine einzige Exit-Strategie – auch wenn mein verzweifeltes „langweilig“ nie den Sound jenes überlegenen „boring“ eines Sherlock Holmes erreichen wird.

 

Es gilt das gesprochene Wort.

 

Musik dieser Sendung:

  1. The London Session Orchestra (David Arnold and Michael Price): Track 11, CD Titel: Sherlock. Original Television Soundtrack. Music from Series Two.
  2. The London Session Orchestra (David Arnold and Michael Price): Track 02, CD Titel: Sherlock. Original Television Soundtrack. Music from Series Two.
  3. The London Session Orchestra (David Arnold and Michael Price): Track 09, CD Titel: Sherlock. Original Television Soundtrack. Music from Series Two.
  4. The London Session Orchestra (David Arnold and Michael Price): Track 06, CD Titel: Sherlock. Original Television Soundtrack. Music from Series Two.