Christlicher Medienkongress 2014

Verbreitung des Evangeliums in der digitalen Medienwelt

Verbreitung des Evangeliums in der digitalen Medienwelt

Gegen die drohende öffentliche Ahnungslosigkeit

 

Medienkongress 2014 im Gästezentrum Schönblick mit Margot Käßmann und Wolf Schneider

 

Droht der deutschen Gesellschaft in den kommenden Jahren die öffentliche Ahnungslosigkeit? Und das im aufgeklärten 21. Jahrhundert, mitten in einer durch Internet und Flugverkehr global vernetzten Welt? Der Journalist und Autor Wolf Schneider befürchtet das. Anfang 2014 kommt Schneider nach Schwäbisch Gmünd zum Christlichen Medienkongress in das Christliche Gästezentrum Württemberg Schönblick vom 16. bis 18. Januar 2014. Dort wird er knapp 500 Jahre, nachdem Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hat, dem Kirchenvolk aufs Maul schauen. „Bloß kein Kirchendeutsch!“, lautet der vielversprechende Titel seines Vortrags, in dem er Sprecher und Sprache der Gläubigen und derer, die unseren Glauben vermitteln, unter die Lupe nimmt. Wenige Jahre vor dem Reformationsjubiläum 2017 ist mit wichtigen Hinweisen zu rechnen, auch von Margot Käßmann, der Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017. Von ihr ist bekannt, dass sie eine Meisterin der klaren Worte und der klaren Sprache ist.

 

Wolf Schneider, ehemaliger Verlagsleiter des „Stern“, Chefredakteur der „Welt“, Moderator der NDR-Talkshow und langjähriger Leiter der Henri-Nannen-Schule macht sich nicht nur Sorgen um unverständliches „Kirchendeutsch“. Er, der sich nach wie vor provokant und zuspitzend einmischt in Themen der Zeit, hat sich unlängst an der von spiegel online initiierten Diskussion zum Thema „2020 – Die Zeitungsdebatte“ beteiligt. Eine Debatte, in der es unter anderem um die Frage ging, ob uns in Zukunft ein flächendeckender Verlust von Qualitätsjournalismus droht. Schneider schreibt dazu: „Vielleicht also kehren wir in zwanzig, dreißig Jahren zu dem Stadium zurück, das bis zum Aufstieg der Zeitungen im 17. Jahrhundert herrschte: dem der öffentlichen Ahnungslosigkeit. Dass Kolumbus da irgendwas entdeckt hatte, erfuhren Könige, Kaufleute, Admirale durch gewerbsmäßige Mittelsmänner; die riesige Mehrheit erfuhr es nie. Im späten 20. Jahrhundert erfuhren dann alle alles.“

 

Umso mehr fordert Schneider von christlicher Kirche und christlichen Medien Qualität von Sprache und Inhalt. Darüber wird der Kongress diskutieren ebenso wie über die eine angesichts der sich dynamisch verändernden Medienwelt stellende drängende Frage, die über allem steht: Was kann die christliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit leisten, damit auch in digitalen Zeiten das Evangelium vermittelt wird an alles Volk? Wie kann es verhindert werden, dass wir uns in die Wüste der Ahnungslosigkeit verirren?

Eine mögliche Antwort kann sein, das bevorstehende Jubiläum zur Reformation 2017 als herausragende Chance zu nutzen, eine große Zahl von Menschen zu erreichen. Als Chance, die sowohl Kirche als auch die ihr verbundenen Medien nutzen muss. Wie das gehen kann, darüber wird in Schwäbisch Gmünd zu reden sein.

Dass es darüber hinaus noch um ganz konkrete Folgen der digitalen Revolution gehen wird, versteht sich fast von selbst. Was heißt es für den Menschen in seinen Rollen als Redakteur, Vater oder Mutter, Fußballtrainer, Kirchenchormitglied, Pfadfinder, Mitglied im Gemeindevorstand, Ehefrau oder Ehemann, wenn die Zeiten vorbei sind, wo es mal einen Redaktionsschluss gegeben hat? Wie lebt sich ein christliches Leben ohne Feierabend?

Den vielfältigen Themen stellen sich unter anderem der Weihbischof in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Thomas Maria Renz, der Korrespondent der Fernsehgemeinschaftsredaktion im ARD-Hauptstadtstudio, Dr. Markus Spieker, der Leiter Friedrich-Wilhelm-Krummacher-Haus, Haus der Stille, Wolfgang Breithaupt, der Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), Jörg Bollmann, und viele andere kompetente Mitwirkende aus Medien und Kirche.

 

Der Christliche Medienkongress 2014 wird bereits zum dritten Mal veranstaltet und ist wieder getragen von einer breiten Palette evangelischer Medienproduzenten, die unter anderem für Produkte stehen wie chrismon, den Evangelischen Pressedienst (epd), Bibel TV, idea mit idea Spektrum, die breite Palette von ERF Medien, die Rundfunkarbeit der EKD mit dem „Das Wort zum Sonntag“ oder den ZDF-Gottesdiensten, Zeitschriften aus dem Bundes-Verlag wie Family, Lebenslust, Joyce, und Online-Plattformen wie evangelisch.de oder jesus.de. Es ist ein Kongress, für den sich unter anderem Bibel TV, ERF Medien, die Stiftung Christliche Medien und Verlage in Witten und Holzgerlingen, die Evangelische Landeskirche in Württemberg, die Evangelische Nachrichtenagentur idea, die Stiftung Marburger Medien, die Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger, der epd, der Medienbeauftragte des Rates der EKD und der Vereinigung der Evangelischen Freikirchen, Matthias-Film und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gemeinsam engagieren und der von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt wird.

 

Wer sich für den Kongress interessiert, ist herzlich eingeladen.

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