Glocken und Minarette

Beide rufen zum Gebet

Hören Sie das? Ein muslimischer Ruf des Muezzin und christliche Kirchenglocken klingen zusammen. So muss es sich angehört haben in Syrien, Damaskus. Damals, als noch kein Krieg war. Ein syrischer Flüchtling sagte mir: „Solange die Glockentürme und die Minarette die Stadt umarmten, war Frieden!“

Glocken und Muezzinruf erklingen auch heute noch gemeinsam, in vielen Teilen der Welt. Bei allen Unterschieden rufen die Religionen auf zu beten. Wir können und wollen diese Unterschiede zwischen unseren Religionen und Kulturen nicht leugnen. Aber wir verneigen uns gemeinsam in dem Glauben, dass es etwas gibt, das größer ist als wir.

Kein Mensch lebt aus eigener Kraft. Wir sind Geschöpfe, geschaffen aus göttlicher Macht. Deswegen beten wir, und deswegen rufen wir zum Gebet! Von Glockentürmen und Minaretten aus.

Beten beginnt überall mit dem Hören. Auf Gottes Wort. Auf seine Verheißungen. Und wenn dann auch wir Menschen aufeinander hören –  dann kann das Gespräch miteinander gelingen. Auch wenn wir unterschiedlich sind.

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