Silvia Furtwängler

Schlittenhundeführerin
Silvia Furtwängler

Sie ist Abenteurerin, Autorin und zählt zu den besten Schlittenhunde-führerinnen weltweit. Silvia Furtwängler fuhr als erste Deutsche das härteste Schlittenhunderennen der Welt, das über 1600 km durch Alaska und Kanada führt. „Das ist ein Hochleistungssport wie jeder andere auch“, sagt Furtwängler. Aber sie weiß auch: „Man braucht mentale Stärke, man muss sehr tough sein.“ Viele Tage verbringt sie in der Wildnis bei Eiseskälte ganz allein mit ihren Hunden. „Diese Einheit – Natur, Mensch und Tier – das ist ein faszinierendes Gefühl“, schwärmt Silvia Furtwängler. Doch in manchen Momenten muss sie sich auch blind auf ihre Hunde verlassen. „Viele, die aufgeben, geben nicht auf, weil die Hunde nicht mehr können. Der Mensch ist das schwächste Glied in diesem ganzen Team.“ Und wenn sie dann ins Ziel kommt, ist die Power-Frau schon wieder voller Motivation für das nächste Abenteuer. „Das gibt mir eine unheimliche Kraft.“ Ihr Credo: „Egal, was jetzt kommt in meinem Leben – ich schaffe alles.“
Silvia Furtwängler wanderte mit über 30 Huskys, ihrem Mann und ihrem Sohn nach Norwegen aus und lebt dort fernab der Zivilisation. „Ich bin mit dem Leben, was ich da führe, absolut zufrieden“, sagt die Sportlerin. Die nächste Stadt ist 60 km und der nächste Nachbar 8 km entfernt, doch Silvia Furtwängler genießt die Einsamkeit. „Ich bin mir sicher, dass ich mich dadurch viel besser reflektieren kann, dass ich mich nicht mehr so wichtig nehme.“

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