Geschichte der Martin Luther King-Kirche

Christine Birgden

Unsere Kirche ist in ihrer Form einem Zelt nachgebildet. Es erinnert an das Stiftszelt, mit dem das Volk Gottes unterwegs war. Die Martin Luther King-Kirche wurde im neuen Zentrum Hürths als Ersatzbau für die 1976 dem Tagebau gewichenen Knapsacker Dankeskirche nach Plänen des Kölner Architekturbüro Wolfgang Lincke & Karl-Heinz Urmetzer entworfen und 1979 fertiggestellt.

 

Die sechseckige Grundform erinnert an den 6. Tag der Schöpfungsgeschichte, an der der Mensch erschaffen wurde. Die Zahl sechs wurde auch im schmiedeeisernen Taufleuchter von Horst und Ulrich Rußmann aus Gevelsberg aufgenommen und erinnert uns: Das, was wir sind und tun, bleibt immer vorläufig, die Vollkommenheit des siebten Tages ist ein Attribut, das allein Gott zusteht.

 

Aus der Knapsacker Dankeskirche stammt auch die im Grundriss sechzehnseitige hölzerne Kanzel des Bielefelder Bildhauers Arnold Rickert von 1952. Sie zeigt ganzfigurig die zwölf Apostel und mit ihren Attributen im Flachrelief.

 

Mit der Namensgebung „Martin Luther King“ entschied man sich 1989 bewusst für eine Person der jüngeren Kirchengeschichte, die in ihrem Engagement für die Gemeinde richtungsweisend sein sollte.

 

Wir haben keine besonderen Kunstschätze in unserer Kirche, auch unser Kirchraum selbst  ist ein schlichter Bau. Unser Schatz sind die Menschen, die hier zusammenkommen, um von der Geschichte Gottes mit den Menschen du hören und durch ihre Erfahrungen mit Gott weiterzuschreiben.

 

Seit 1992 steht vor der Kirche ein von sechs Stahlstangen gehaltenes offenes Glockenspiel von der Firma Eduard Korfhage und Söhne aus Melle. Dreimal am Tag laden mit der Kirchenjahreszeit wechselnde Kirchenlieder zum Innehalten ein.