"Pirol" heißt der Hubschrauber der Berliner Polizei. Er verkörpert, was einige sich vom Himmel erwarten: Überblick in gefährlichen Situationen, Beistand von oben.
Sendetext:
Mein Sohn ist zwei und liebt Hubschrauber. Für ihn sind sie die Könige der Lüfte. Aufgeregt zeigt er nach oben, wenn er mit seinen feinen Ohren einen Hubschrauber schon in weiter Ferne hört. Meistens dauert es einen Moment, bis er entdeckt, aus welcher Richtung der Helikopter sich nähert.
Über Berlin, wo wir leben, fliegen öfter Hubschrauber. Sie retten Kranke und Verletzte und überwachen den Verkehr. Auch die Berliner Polizei besitzt einen eigenen Hubschrauber. Besser gesagt: einen halben.
Den teilt sie sich nämlich mit der Bundespolizei im Berliner Raum. "Pirol" ist der Name des Hubschraubers, benannt nach einem Singvogel mit leuchtend gelbem Gefieder. Der "Pirol" der Polizei ist eine Art für sich: Denn er schimmert in einem edlen Dunkelblau.
"Pirol" steigt von seinem Standort in Blumberg regelmäßig in den Berliner Himmel auf. Er unterstützt die Polizei bei der Suche nach vermissten Menschen. Er ist ausgestattet mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfern. Auch bei Verfolgungen und Fahndungen wird er eingesetzt. Und zur Sicherheit bei Großveranstaltungen und Staatsbesuchen.
Für die Polizei ist Hubschrauber "Pirol" ein immens wichtiges Einsatzmittel in einer Großstadt wie Berlin. Er sorgt für Übersicht und ist flexibel. Er kann auf fast jedem Untergrund landen. Hubschrauber bergen Verletzte und Verstorbene aus schwierigem Terrain. Und helfen bei der Bekämpfung von Waldbränden.
"Ich schaue hoch… Woher kommt Hilfe für mich?" So fragt ein Mensch in Psalm 121. Der Blick geht nach oben, Hoffnung steigt in den Himmel. Von dort erwartet die Beterin des Psalms Rettung. Sie ist sicher: "Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat."
Gott, wie er in Psalm 121 beschrieben wird, erinnert mich an einen Hubschrauber. Er hat Übersicht. Kein Terrain ist ihm zu schwierig. Er hilft, birgt, rettet; er stellt die Straftäter. König der Lüfte. Gott schläft niemals, sondern wacht über uns und über der Stadt. Der treue Menschenhüter.
Aber er tut es leise, nicht mit dröhnenden Rotorenblättern. Unscheinbar und unauffällig. Gottes Nähe verschmilzt mit dem Blau unseres Alltags, bei Tag und bei Nacht. Und manchmal wird mir erst im Nachhinein klar, woher meine Hilfe gekommen ist. Daher braucht es ganz besonders feine Ohren und Augen dafür, Gott wahrzunehmen.
Es gilt das gesprochene Wort.
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