Martin Kolek

Freiwilliger Helfer auf der Sea-Watch

Auch in diesem Jahr lockt das Mittelmeer wieder zahlreiche Urlauber. Und gleichzeitig machen sich auch wieder Flüchtlinge auf den lebensgefährlichen Weg über das Meer, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Allein in diesem Jahr waren es bereits mehr als 50.000 Menschen. Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Sea-Watch hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten.

Zu den Freiwilligen an Bord zählte auch Martin Kolek. Er nahm sich unbezahlten Urlaub und war 2016 für zwei Wochen als Erster Offizier auf der Sea-Watch 2 im Einsatz. Sein Bild ging um die Welt: Martin Kolek mit einem toten Säugling im Arm. „Ich habe mir das Kind einfach gegriffen, es war federleicht“, berichtet Martin Kolek von seinen Erfahrungen.
„Währenddessen habe ich nicht drüber nachgedacht, sondern wirklich erst danach. Ich merkte nur: Natürlich trage ich dieses Kind tatsächlich so, wie ich meine Kinder getragen habe.“ Der Psychotherapeut hat aber gleichzeitig viele Leben gerettet. Insgesamt verteilte die Crew in den zwei Wochen Rettungswesten an 660 Menschen.
Das Erlebte lässt den passionierten Hobby-Segler Kolek nicht mehr los: „Wenn ich mit dem Wasser zu tun habe, dann assoziiere ich damit natürlich auch die Not von Menschen, die sonst keinen anderen Weg finden.“

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