Zweckfrei glauben und ausharren bei Gott

Zweckfrei glauben und ausharren bei Gott

Gemeinfrei via pixabay.com (Gerd Altmann)

Über die Sendung:

Am 17. Dezember wird in verschiedenen christlichen Kirchen weltweit an „die drei Männer im Feuerofen“ (Daniel 3) erinnert. Im fantastischen Szenario der biblischen Erzählung taucht eine bahnbrechende Idee auf.

Der Feiertag am 17.12.17 von Pastor Diederich Lüken.

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In diesem Jahr fällt der Dritte Advent auf den 17. Dezember. Dies ist der Tag, an dem in verschiedenen christlichen Kirchen weltweit dreier Männer gedacht wird, die auf nicht alltägliche Namen hörten: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Die drei biblischen Personen werden verehrt, weil sie bereit waren, als Märtyrer zu sterben. Das Wort Märtyrer ist aus dem altgriechischen Wort Martyrion abgeleitet; auf Deutsch: Zeugnis. Ein Märtyrer legt Zeugnis von seinem Glauben ab, und zwar, wenn nötig, unter Einsatz seines Lebens. Wer mit dem Tod bedroht wird, wenn er den Glauben an Gott bekennt, aber standhaft bleibt und den Tod in Kauf nimmt, ist ein Märtyrer.

 

Doch hat das Wort heutzutage eine verheerende Nebenbedeutung, die es ursprünglich nicht hatte. Menschen werden als Märtyrer gepriesen, die keineswegs verfolgt werden, sondern selbst Verfolger sind. Sie sprengen sich selbst mit Vorsatz in die Luft und reißen andere Menschen mit sich in den Tod. Kinder und ihre Mütter, Menschen in der Mitte ihres Lebens und Alte werden so unterschiedslos zu Opfern einer religiösen Perversion, für die es keine Rechtfertigung gibt, weder in der Bibel noch im Koran noch anderswo. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, glauben die Täter, sie würden nach vollbrachter Mord- und Selbstmordtat in das Paradies gelangen. Diese Leute sind keine Märtyrer, sondern Verbrecher.

 

Vollständig anders ist das Martyrium, von dem Schadrach, Meschach und Abed-Nego bedroht waren. Sie wollten keines Menschen Tod, auch nicht ihren eigenen. Aber sie bezeugten den Glauben an den einen Gott Israels auch dann noch, als sie das in akute Lebensgefahr brachte. Sie wurden von einem König verfolgt, der den Namen Nebukadnezar trug, ein furchteinflößender Name, ein Synonym für alles Schreckliche. Es handelt sich bei Schadrach, Meschach und Abed-Nego sowie bei Nebukadnezar um Gestalten aus dem Alten Testament, also aus dem Bereich des frühen Judentums. Nebukadnezar fand sogar eine gewisse Bekanntheit außerhalb der Religion und der Bibel durch die Oper Nabucco von Giuseppe Verdi, in der seine Schreckensherrschaft geschildert wird. Er hält in der Oper eine Menge Hebräer gefangen; und die stimmen das berühmte Freiheitslied „Va pensiero“ an, also: „Flieg Gedanke“.

 

 

Nebukadnezar war ein König in Babylon, einer der Großmächte jener Zeit im 6. Jahrhundert vor Christus. Die Babylonier hatten die Israeliten überfallen und die oberen Zehntausend der israelitischen Gesellschaft in die Hauptstadt verschleppt. Dort mussten sich diese mit politischen und religiösen Gepflogenheiten auseinandersetzen, die ihnen fremd waren. Unter anderem hatten sie Probleme, ihren Glauben an den einen Gott in dem Vielgötterreich Babylons auszuüben. Eigentlich hätten sie dazu den Jerusalemer Tempel gebraucht; aber der war durch den Babylonischen Siegeszug entweiht und zerstört worden und außerdem unerreichbar. In dieser für die Israeliten in jeder Hinsicht belastenden Situation brachte jener Nebukadnezar den Mutwillen auf, sie auch noch zum Kniefall vor einer goldenen Götterstatue zu zwingen. Damit verlangte er von ihnen, ihren eigenen Glauben zu verraten. Besagte drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, weigern sich standhaft, das zu tun. Ihnen wird die Todesstrafe durch Verbrennung bei vollem Bewusstsein angedroht, vergeblich. Sie sind nicht zum Gebet zu dem Götzen zu bewegen. Der wütende König lässt das Feuer schüren, erzählt die Bibel, bis es so heiß wird, dass die Schergen, die das grausige Werk vollbringen sollen, vor der Hitze tot umfallen. Die drei Israeliten werden hineingestoßen. Der König will zuschauen, wie sie verbrennen, und sich dadurch Genugtuung für ihre Aufsässigkeit verschaffen. Aber erschrocken muss er gewahren, dass eine vierte Gestalt auftaucht, die göttergleich durch die Flammen schreitet – offensichtlich ein Götterbote, ein Engel. Dieser bewahrt die drei Männer im Feuerofen vor dem sicheren Tod. Sofort ruft der König die drei Männer aus dem Feuer heraus. Sie sind völlig unversehrt, ja, sogar ohne jeden Brandgeruch. Es ist offensichtlich ein Wunder geschehen; und der König erkennt daraufhin den Gott Israels als den einzigen an, weil er auf diese Weise Menschen retten kann.

 

So weit die Geschichte der drei Männer im Feuerofen. Sie ist sehr erbaulich und liegt einem ziemlich quer im Magen. Denn wir wissen, dass viele Menschen seither verbrannt wurden, wenn sie ihren jüdischen oder christlichen Glauben bekannten. Wir wissen außerdem, dass viele Menschen im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit als Ketzer oder Hexen zum Feuertod verurteilt wurden. Aus dem Feuer der Scheiterhaufen gerettet wurde niemand. Das veranlasste den katholischen Theologen und Liederdichter Friedrich Spee (1591-1635) dazu, sich unter Gefahr für Leib und Leben gegen die Praxis der Folter und der Scheiterhaufen einzusetzen. Er war es, der als erster einen Rechtsgrundsatz einführte, der bis heute gültig ist: In dubio pro reo, im Zweifel für den Angeklagten. Erschüttert von den Rechtsbrüchen an unschuldigen Frauen und Männern flehte er Jesus Christus an, doch aus dem Himmel herabzukommen und dem unseligen Treiben ein Ende zu bereiten. Er bezog sich auf eine Stelle in der alttestamentlichen Prophetenschrift Jesaja. Dieser betete zu Gott: „Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen…“ (Jesaja 63,19). Bei Friedrich Spee wird daraus ein Adventslied.

 

 

Zu gedenken ist hier und im Zusammenhang mit unserer Geschichte aber vor allem der Juden, die von den Nazis ermordet wurden. Vor ihrer Verbrennung wurden sie vergast, dann aber eben auch verbrannt. Es ist nicht bekannt, dass jemand aus der Gaskammer lebend wieder herauskam. Es ist nicht bekannt, dass ein Engel dem Gas oder den Flammen wehrte. Die Wirklichkeit ist offensichtlich eine andere als die in der biblischen Geschichte; und der christliche Glaube wird immer wieder in Frage gestellt durch diese Verbrechen, die ja teils sogar im Namen Gottes verübt wurden. Verzweifelte und Zweifelnde fragen: Wo war Gott, als das Feuer die Menschen unterschiedslos fraß, nur, weil sie von einer jüdischen Mutter geboren, von einem jüdischen Vater gezeugt worden waren?

 

Und wir fragen weiter, denn an Gott wird weiterhin gelitten. Wo war denn Gott, wo ist denn Gott, wenn so furchtbare Dinge geschehen, wie sie uns fast täglich in den Nachrichten überfallen? Oder: wo ist Gott, wenn eine junge Mutter und Ehefrau an Krebs erkrankt und nach zwei Jahren allen Gebeten und allem Glauben zum Trotz stirbt? Wo ist er bei Demenz und Siechtum, bei Depression und schlimmem, langsamem Tod? Wo ist er bei unverständlichen Unfällen, bei denen manchmal ganze Familien aus dem Leben gerissen werden? Wo bleibt das Wunder? Die Bibel berichtet so wortreich von der Macht Gottes, die die drei Männer im Feuerofen bewahrt hat. Warum bewahrt er niemanden in den Feueröfen unserer Welt? Dem Naziterror als sogenannter Halbjude entronnen ist der Komponist Günter Raphael, der die Bitte, der Heiland möge vom Himmel herabkommen, so formuliert.

 

 

In der biblischen Märtyrergeschichte, die so wunderbar ausgeht, gibt es allerdings ein zweites Wunder, das ich für das wesentliche halte. Die drei Männer Schadrach, Meschach und Abed-Nego trotzen dem König mit dem Hinweis, dass Gott sie sehr wohl aus der Feuersnot retten könne. Und dann folgt das entscheidende Wort, das die drei Männer zu wahren Märtyrern werden lässt: „Wärs damit aber nicht so, sei dir, König, kundgetan: deinem Gott werden wir nicht dienen, und dem Bild, das du aufgestellt hast, uns nicht neigen.“ Mit anderen Worten: Ob Gott uns rettet oder aber uns im Feuer zugrunde gehen lässt, eines bleibt: unser Glaube an ihn. Er bleibt unser Gott, auch wenn alles gegen uns und alles gegen ihn spricht.

 

Das ist eine entscheidende Aussage, die in ihrer Bedeutung kaum hoch genug eingeschätzt werden kann. Denn hier löst sich das menschliche Ergehen vom menschlichen Tun und menschlichen Glauben. Vorher waren mit dem Glauben bestimmte Erwartungen verbunden. Wer ein guter Mensch ist, dem geht es auch gut – das war herrschende Auffassung im alten Israel. Die Menschen suchten eben den Schutz einer höheren Macht; und sie hofften: Wenn sie sich ordentlich verhielten, konnten sie diesen Schutz auch genießen. Sie suchten nach Konstanten in den Wechselfällen des Lebens, sie suchten Garantien für reiche Ernten und das Wohlergehen ihrer Tiere. Sie erwarteten reichen Kindersegen, wenn sie gottgefällig lebten. Nicht zuletzt rechneten sie mit einem langen, erfüllten Leben, bis sie alt und lebenssatt wurden und erst starben, wenn sie am Leben keine Freude mehr hatten. Mit anderen Worten: Es schien vernünftig, an Gott zu glauben, denn das versprach eine Menge Vorteile. Darin berührt sich die Auffassung der Menschen damals mit der Meinung vieler Menschen heute. Sie lautet: Wenn schon Glaube, dann muss er etwas bringen. Er muss sich lohnen.

Ich vermute, vor allem deswegen ist der Glaube in unserer Gesellschaft so selten: Er lohnt sich nicht, so scheint es. Zu gewaltig sind die Katastrophen der letzten hundert Jahre, um sich noch an einen Gott zu wenden, der offensichtlich nicht in der Lage ist, das Unglück zu verhüten. Mit anderen Worten: Die großen und kleinen Katastrophen dieser Welt haben es so schwer gemacht, an einen solchen Gott zu glauben, dass die meisten Menschen unseres Kulturkreises es aufgegeben haben, sich an eine höhere Macht zu wenden. Und wenn dies doch geschieht, dann oft anklagend und am Glauben verzweifelnd. Der Zusammenhang zwischen moralischer Integrität und göttlichem Beistand ist zu offensichtlich gebrochen. Schon in der Bibel klagt ein pessimistischer Weisheitslehrer: „Es begegnet dasselbe dem einen wie dem anderen: dem Gerechten wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen… Wie es dem Guten geht, geht’s auch dem Sünder“ (Prediger Salomo 9,2). Dass es oft zum Verzweifeln ist, das muss jeder zugeben, der noch kein Zyniker geworden ist. So haben viele Menschen aufgehört, an einen solchen Gott zu glauben. Angesichts des Unrechts und des Unglücks in dieser Welt scheint der Glaube an Gott nicht mehr glaubwürdig. Es bleibt die Bitte, die Martin Luther so aussprach: „Nun komm, der Heiden Heiland, der Jungfrauen Kind erkannt, dass sich wunder alle Welt, Gott solch Geburt ihm bestellt.“ Johann Sebastian Bach inspirierte der Text zu einer tiefgründigen musikalischen Sehnsuchtsbitte. Sie wird kongenial dargestellt durch den an Leukämie erkrankten Pianisten Dinu Lipatti.

 

Die drei biblischen Männer vor dem Feuerofen bezeugen: Wir bleiben Gott treu, auch wenn wir für diese Treue bestraft und bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Wir glauben trotzdem. Wir bleiben treu dem, der uns zum Glauben rief. Sie praktizieren damit eine besondere Art des Glaubens. Sie halten daran fest, Gott kann helfen. Sie wissen, sie können sich an Gott wenden. Aber ob er ihr Schicksal wenden wird, steht dahin. Sie machen deshalb ihren Glauben nicht davon abhängig, dass ihnen Gott hilft oder sich in anderer Weise bemerkbar macht. Sonst wäre der Glaube auch kein Glaube mehr, sondern eine Entscheidung der Vernunft. Der Glaube würde damit seines wesentlichen Charakters beraubt, nämlich unbedingtes Vertrauen zu sein, ohne sichtbare Belohnung, ohne sichtbaren Erfolg. Ihr Glaube ist frei.

 

Damit befreien Schadrach, Meschach und Abend-Nego den Glauben von der Zweckhaftigkeit. Der Glaubende glaubt nicht mehr an Gott, weil er damit einen Zweck verfolgt. Er will nicht etwas bekommen durch den Glauben. Er erwartet keine Verschonung vor den Übeln dieses Lebens, keine übernatürliche Rettung von Krankheit, Unfall und Tod. Wer glaubt, erwartet nicht, dass seine Kinder ihn überleben, jedenfalls nicht mehr als andere Leute auch. Er erwartet nicht, verschont zu werden vor Katastrophen und Terrorakten, vor Finanzkrisen und Karriereknicks. Der Glaubende erfährt sich als Mensch unter Menschen, nicht von außen wahrnehmbar bevorzugt. Wenn er tatsächlich verschont wird, dann ist es gut. Es ist aber weder Bedingung und noch Folge des Glaubens. Dieser Glaube will nichts für sich selbst; er ist der Ausdruck einer Liebe zu Gott, die das eigene Leben im Lichte dieser Liebe sieht und spürt.

 

Aus dem Denken der Zwecke und der Zielbestimmungen bricht dieser Glaube aus und entlässt den Glaubenden in ein Denken, das von Zweckfreiheit bestimmt ist – und das bedeutet: von Liebe. Der Glaubende glaubt nicht, weil er vom Glauben etwas erwartet; er glaubt, weil ihm der Glaube widerfahren ist – so, wie manchen Menschen die Liebe widerfährt. Das zentrale Wunder in dieser Geschichte ist dieser Glaube selbst. Er ist deshalb ein Wunder, weil er sich frei gemacht hat von der Zweckdienlichkeit eines folgen- und erfolgsorientierten Denkens. Er steht quer zu allem, was diese unsere Existenz und diese unsere Gesellschaft manchmal so schwer erträglich macht; und vermittelt das Lebensgefühl unbedingter Liebe.

 

Ebenso wie in der geschichtlich so fernen Zeit der biblischen Erzählung gab es im 20. Jahrhundert Zeugen eines von Zwecken befreiten, unbedingten Glaubens. Wo Diktatur, Gewalt und Unfreiheit herrschen, müssen Menschen oft zu Märtyrern werden, um sich selbst und ihrem Glauben treu zu bleiben.

 

So geschah es zum Beispiel mit Dietrich Bonhoeffer. Er kam 1935 von London aus nach Deutschland zurück und wusste dabei, dass er sich in Gefahr begab. Er war der Überzeugung, dass ein Christ in der nationalsozialistischen Diktatur Widerstand gegen diese Staatsgewalt zu leisten habe. Das tat er dann auch und wurde dabei ertappt und in das Gefängnis in Tegel gebracht. Ob er und wie er seine Gefangenschaft überleben würde, war höchst ungewiss. In dieser belastenden Situation schrieb er: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.“ Das war sein Bekenntnis und sein Trost. Damit reihte er sich ein in die Gemeinschaft der Zeugen, die mindestens seit Schadrach, Meschach und Abed-Nego einen Glauben lebten, der sich frei gemacht hat von der Erwartung, der Glaube müsse sich lohnen und das Leben leichter machen. Er macht es oft sogar schwerer, manchmal unerträglich schwer. So sieht es jedenfalls von außen aus. Aber die Gewissheit, „dass nichts uns scheiden kann von der Liebe Gottes“, lässt Bonhoeffer in der Not bei Gott ausharren, so wie er es an anderer Stelle sagte: „Menschen gehen zu Gott in Seiner Not, finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot, sehen ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod. Christen stehen bei Gott in Seinen Leiden.“

 

Wir feiern heute, am 17. Dezember, den Dritten Advent. Märtyrer haben gezeigt, wie Glauben möglich ist unter Bedingungen, die dem Glaubenden feindlich gegenüber stehen. Darin erweist der Glaube seine Kraft und seine Widerstandsfähigkeit. Es ist allerdings keineswegs nur menschliche Stärke, die darin zum Ausdruck kommt, sondern zu allererst die Kraft Gottes. Ihr sich zu öffnen, sie zu empfangen, sie auszuleben und auf sie zu hoffen, das ist die Zumutung, die uns an diesem Tag begegnet. Es ist zugleich das Geschenk, das er uns machen kann.

 

 

Musik dieser Sendung:     

  1. Verdi: Nabucco / Act 3 – Va, pensiero, sull'ali dorate (Orchester der Deutschen Oper Berlin & Chor der Deutschen Oper Berlin & Giuseppe Sinopoli)
  2.  Ich steh an deiner Krippen hier; „O Heiland, reiß die Himmel auf“
  3. Günter Raphael, Advents- und Weihnachtslieder; „O Heiland, reiß die Himmel auf“
  4. Dinu Lipatti, Bach – Mozart – Scarlatti – Schubert „Nun komm, der Heiden Heiland”
  5. J. S. Bach, Nun komm, der Heiden Heiland BWV 599, Orgelbüchlein
  6. J. S. Bach, Von Gott will ich nicht lassen, BWV 658, J. S. Bach, Complete Organ Music, Vol. 2, CD 3