Der 8.8. feiert die Unendlichkeit. Unsere Autorin lässt sie hochleben.
Sendetext:
Einer der kürzesten Witze, die ich kenne, geht so:
"Treffen sich zwei Zahlen, eine Null und eine Acht. Sagt die Null zur Acht: Schicker Gürtel!"
Ich mag den Witz. Außerdem gehört er zu den wenigen, die ich mir merken kann. Und ich mag die Zahl Acht. Sie ist bauchig und gemütlich. Und wunderbar symmetrisch. Wenn man sie waagerecht hinlegt, dann wird aus der Acht das Zeichen für unendlich. Schon schön, oder?
Am heutigen Tag begegnet uns die Acht gleich im Doppelpack. Achter Achter. So ein Schnapszahl-Datum kann man sich gut merken, ist ideal als Hochzeitstag.
Der Achte Achte ist auch der internationale Unendlichkeitstag. Klar, wegen dieser horizontalen Acht. Ich habe nicht gewusst, dass es extra einen Tag dafür gibt. Aber ich finde es schön, die Unendlichkeit zu feiern. Oder sich mal mit ihr zu befassen.
Zur Zeit hört und liest man ständig: Im Hier und Jetzt sein, ganz im Moment. Das finde ich auch wichtig, also, Ruhe finden, sich keine Sorgen machen und all das. Ich merke aber, es tut mir gut, von meinem Hier und Jetzt aufzuschauen. In den großen Zusammenhang. Mein Alltag, mein kleines Leben – das ist nur eine …Lichtsekunde. Da ist ja mehr, da kommt ja immer noch was. Hoffe ich. Ich bin eingebettet in alles, was gewesen ist und was sein wird. Für Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, heißt es in der Bibel im 90. Psalm.
"Du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache." (aus Psalm 90)
Dieser Tag, ein ganzes Leben - ein Wimpernschlag vor Gott. Wer so glaubt, erstarrt nicht in Angst und Schrecken. Gott ist nicht unendlich weit weg und unerreichbar. Gott ist unendlich nah. Alles, was wir hier tun und lassen, ist in seiner Ewigkeit aufgehoben. Das macht mein kleines Leben groß und kostbar.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit also – mehr unendlich geht nicht. Wenn die Bibel von Gottes Unendlichkeit spricht, bekennt sie im selben Atemzug: Gottes Liebe, die ist unendlich.
An diesem Morgen des Achten Achten, dem Tag der Unendlichkeit, nehme ich das mit in den Tag: Alles, was geschieht, was ich erleben werde, laut und leise, ist Teil der Unendlichkeit, und ich lege es in Gottes unendliche Liebe.
Es gilt das gesprochene Wort.
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