Bernd-Christoph-Matern / fundus-medien.de
Geliehene Worte
Die Kraft von alten Gebeten
26.04.2026 07:05

Wenn die eigenen Worte fehlen: Eine Sendung über den Trost der geliehenen Gebete – von den Psalmen bis zu einer Pilgerin, die 4.000 Kilometer zu Fuß nach Jerusalem ging. Mit Musik, die die Seele atmen lässt.

Sendetext:

Es mag Menschen geben, die gehen am Abend zu Bett, lesen noch ein, zwei Seiten in einem mäßig spannenden Buch. Schaffen es gerade noch, das Licht auszuschalten. Und schon sind sie hinübergeglitten in das Reich der Ruhe, der Erholung. Dann schlafen sie acht Stunden und wachen am nächsten Morgen erfrischt auf.

Und dann gibt es die anderen. Zu denen zähle ich mich. Müde bin ich auch. Oft sind die Tage anstrengend und lang. Ich gehe am Abend zu Bett, lese noch ein, zwei Seiten in einem mäßig spannenden Buch. Knipse das Licht aus. Und schlafe ein. Das aber nicht lange. 

Oft genug wache ich mitten in der Nacht auf, und dann kreisen die Gedanken: Unerledigte Aufgaben. Mails. Termine. Was unbedingt heute und nicht morgen geschehen muss. Hab ich dieses schon gemacht? Oder liegt das noch immer? Wo ist es eigentlich?

Dann all das, was ich unbefriedigend finde: ein Gespräch, das eine komische Wendung genommen hat. Ein merkwürdiges Gefühl nach einer Begegnung. Täuscht mich mein Eindruck oder war da wirklich ein misstrauischer Unterton?
Und dann sind da noch die anderen Sorgen. Im letzten Jahr ist mir der Tod ganz nah gekommen. Er hat mich fast zerrissen: Die Schwerkranken, dann Sterbenden an dem einen Ort, ich an einem anderen. Sie – hilfsbedürftig und beharrlich in ihren Wünschen. Ich – mindestens 500 Kilometer entfernt – eingebunden in ein Leben voller Pflichten und Aufgaben. Selbstgewählt und sinnvoll. In gewisser Weise sogar flexibel. Aber eben: nicht zu jeder Zeit abkömmlich.

Was hätte es auch verändert, wenn ich die ganze Zeit vor Ort gewesen wäre: Hätte es das Sterben der Alten aufgehalten? Oder hätte ich sagen sollen, es kümmert mich nicht? Das ist unmöglich – dazu ist der Tod zu stark. Er zieht einen in seinen Bann. Weil er eine ungeheure Kraft hat. So, wie es ungeheurer Mühe bedarf, dass ein Mensch in diese Welt kommt – so kostet es auch alle Kraft, sich wieder aus dieser Welt zu verabschieden. Geburt und Sterben geschehen in der Regel nicht ohne Weiteres. Sie ziehen alle in der Nähe und in der Ferne in ihren Bann.

Unerledigtes, Zwischenmenschliches, die großen Fragen von Leben und Tod bevölkern meine Nächte. Kein Wunder, dass ich unruhig schlafe.
In dieser Situation von Schlaf- und Rastlosigkeit drückt mir eine Freundin ein Buch in die Hand. Sie hat es gekauft, als es ihr ähnlich ging.  Das Buch hat ihr geholfen, und sie hofft: Es hilft auch mir.

Es ist auf Englisch und trägt den einfachen Titel: "Prayer in the Night" (1)  Nachtgebet. Es stammt von einer amerikanischen Theologin, Tish Harrison Warren. In den USA ist sie wohl einem größeren Publikum bekannt, hatte bis vor kurzem eine Kolumne in der New York Times.

Prayer in the Night. Nachtgebet. For Those Who Work or Watch or Weep. Für alle, die werkeln, wachen oder weinen.

Weil ich nun eh nicht schlafen kann, fange ich noch in derselben Nacht an zu lesen. Die Autorin erzählt von der bislang größten Krise ihres Lebens: Kurze Zeit hintereinander stirbt ihr Vater, hat sie eine Fehlgeburt und noch eine. Das alles kurz nach einem Umzug. In einem neuen Zuhause, das sich noch nicht heimatlich anfühlt. Die große Krise – und das Nachtgebet. 

Nicht irgendein Gebet zur Nacht, in dem sich Kummer und Angst Wort um Wort geben. Sondern es geht um das Nachtgebet der Kirche, wie es seit Jahrhunderten gebetet wird. In Klöstern und Gemeinschaften. In manchen Kirchgemeinden. Und auch in Familien. Ursprünglich war die Familie der Ort des Nachtgebets, überhaupt des Gebets.

Am Abend kamen alle Mitglieder der Familie (und die sich dazu zählten) zusammen, um miteinander die Komplet zu beten. Die Komplet macht den Tag komplett und bittet Gott um Schutz für die Nacht. 

Ich habe das einmal in Indien erlebt. In einer christlichen Familie im Südosten des Landes. Vor dem Schlafengehen hat sich die Hausgemeinschaft versammelt und hat miteinander gebetet. Es beginnt mit: "O Herr, komm mir zu Hilfe! Herr, eile mir zu helfen" und endet mit Vaterunser und der Bitte um Segen für die Nacht.

Auch in der anglikanischen Kirche, der Tish Harrison Warren angehört, gibt es die Komplet. Dieses Gebet schließt mit Worten, die dem heiligen Augustinus zugeschrieben werden:

"Wache du, lieber Herr, mit denen, 
die arbeiten, wachen oder weinen in dieser Nacht, 
und gib deinen Engeln die Obhut über die, welche schlafen. 
Hüte deine Kranken, Herr Christus, 
lass deine Müden ruhn. 
Segne deine Sterbenden, 
tröste deine Trauernden, 
erbarme dich deiner Betrübten,  
erlöse deine Gefangenen,  
schirme deine Fröhlichen –  
und alles um deiner Liebe willen. Amen."


Denen, die arbeiten, wachen, weinen in dieser Nacht – gilt dieses Gebet. Und das sind viele. Insbesondere die Sterbenden, Trauernden, Betrübten, Gefangenen. 

Ob das Gebet wirklich von Augustinus ist oder nicht, seine Worte haben Schönheit und Tiefe. Wenn ich nicht schlafen kann, leihe ich mir diese Worte eines anderen für mein Gebet. Weil meine eigenen zu schwach sind und über mich selbst nicht hinauskommen.

Aufgewachsen bin ich mit einer gepflegten Skepsis gegenüber "vorgefertigten Gebeten". Als authentisch wurde in meinem Elternhaus empfunden, was selbst formuliert war. Das, was aus dem eigenen, frommen Herzen floss. Meine Originalität war gefragt. Das war manchmal wirklich schön. Ehrlich, innig. Ausdruck meines Gottvertrauens. 

Aber oft genug wurde es floskelhaft, verkrampft, verdreht. Unfreiwillig komisch. Und: Niemand sprach im Gebet aus, was wirklich ans Innerste rührte. Verzweiflung, Angst, Unbewältigtes. Hier stammelt oder verstummt das freie Gebet, weil die Worte überhaupt nicht reichen. Weil es zu persönlich, zu nah wird.

Ich habe entdeckt: Mir helfen dann die geliehenen Worte. Worte, die Menschen lange vor mir gebetet haben. Sie nehmen mich hinein in ihren Glauben, in den Strom derer, die vor mir gewesen sind und die nach mir kommen. In die geliehenen Worte kann ich eintragen, was mich bewegt, ohne es im Detail benennen zu müssen. Durch das Alter der Worte hat sich manches abgeschliffen, es geht in seiner Tiefe über das tatsächlich Genannte hinaus.
Der Theologe Fulbert Steffensky hat das einmal so ausgedrückt: 

"Unsere überlieferten Gebete, die Psalmen, das Vaterunser, sind immer besser, als sie sind, weil unsere Toten sie uns vorgewärmt haben mit ihrem Glauben und ihrer Hoffnung. Die Psalmen waren auch die Gebete von Dietrich Bonhoeffer, von Martin Luther King, von Teresa von Avila und Hildegard von Bingen. Beim Beten berge ich mich in den Glauben unserer Toten. (…) Ich bin nicht nur auf meinen eigenen windschiefen Glauben angewiesen (…) Wenn ich das weiß, dann brauche ich meinen gebrochenen Glauben nicht zum Maßstab meiner Worte und Lieder zu machen."  (2)

Je älter man wird, so Fulbert Steffensky, desto größer wird die Sehnsucht, "sich einzufügen in den Gesang – und ich ergänze: das Gebet – aller, der anwesenden Geschwister, der Engel und der Toten".

Die alten, die geliehenen, die vorgewärmten Worte – sie tragen. Auch und gerade dann, wenn eigene Worte fehlen. Weil meine eigenen Worte eben nicht an meine Trauer, aber auch nicht an den Trost reichen.

Eine Tante lag im Sterben. Ihre Familie war voller Abschiedsschmerz und hat meinen Mann und mich gebeten: Könnt ihr kommen und mit uns beten? Ihr seid doch Theologe und Pfarrerin. Ich hatte das Gefühl: Ich kann kein eigenes, frei formuliertes Gebet sprechen. Es hätte alle verschreckt. Aber ein gut eingewohntes, das ich mir in gewisser Weise "anverwandelt" habe, so dass die geliehenen Worte zu meinen eigenen geworden sind – das ging.
Und so habe ich das Abendgebet des Pfarrers und Dichters Georg Christian Dieffenbach gewählt. Ein altes Gebet von 1853:

"Bleibe bei uns, Herr,
denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns und bei deiner ganzen Kirche.
Bleibe bei uns am Abend des Tages,
am Abend des Lebens, am Abend der Welt.

Bleibe bei uns, wenn über uns kommt
die Nacht der Trübsal und der Angst,
die Nacht des Zweifels und der Anfechtung,
die Nacht des bitteren Todes."  (3)


Wie poetisch, wie dicht, wie verdichtet ist die Bitte an Christus: "Bleibe bei uns." Damit ist alles gesagt. Damit war auch an diesem Abend alles gesagt. Auch für die Tante. Am nächsten Morgen ist sie gestorben.

Die dichtesten Gebete, deren Worte ich mir oft ausleihe, sind die Psalmen in der Bibel. Sie sind voller Schönheit. Mit starken Bildern: Turm, Burg, Berg, frisches Wasser, Bäume. Wenn es heißt "Gott ist mein Licht und mein Heil", öffnet sich eine andere Welt. Die Worte und Bilder der Psalmen sprechen mich unmittelbar an. Gleichzeitig bleiben sie mir oft unverständlich, fremd. Wenn sie von Rache reden. Von Feinden, die Gott vernichten soll. Ihre Welt ist nicht meine Welt. Über das Weltbild der Psalmen ist unsere Welt hinausgewachsen und doch: Was sie von Gott zu sagen wissen und wie mit Gott gesprochen wird, das findet sich nirgends besser und schöner.

Da ist die Aufforderung des Beters an Gott: "O Gott, komm mir zu Hilfe – Herr, eile mir zu helfen!" Das muss man sich erst einmal trauen. Der erste Teil der Bitte mag ja noch angehen: "O Gott, komm mir zu Hilfe." So ruft jemand in Not. Aber die zweite Bitte ist gewagt, fast unverschämt: "Eile mir zu helfen". Das heißt doch: Los, jetzt mach mal, du säumiger und trödeliger Gott. Ich kann und will nicht warten. Mein Gebet soll doch nicht vergeblich in die Weiten des Weltalls gerufen sein. Sondern Resonanz finden bei dem, an den ich mich wende. 

"Eile, mir zu helfen!" Ich hätte Hemmungen, Gott so anzusprechen. Der Mensch, der diesen Psalm geschrieben hat, offenkundig nicht. Er spricht noch etwas an, was ja genau die Krux ist mit unseren Gebeten: Sie wenden sich an Gott mit der Bitte, uns zu hören. Ob Gott uns aber hört, darauf können wir lediglich vertrauen. Denn antworten im landläufigen Sinn – das macht Gott gerade nicht.
Über den Mut hinaus, mit Gott frei und ungeschminkt zu reden, macht jeder Psalm etwas mit dem Menschen, der ihn betet. Je öfter ich seine Worte spreche, desto mehr verändert er mich als diejenige, die ihn betet. Aus der Angst wächst die Hoffnung, aus dem Zweifel Vertrauen. Meine Erfahrung ist: Die geliehenen Worte der Psalmen haben eine große Kraft. 

Deswegen werden sie im Gottesdienst, in den Klöstern und Gemeinschaften immer und immer wieder gebetet. Wer dies beständig tut, kommt auch mit schöner Regelmäßigkeit an jedem einzelnen Psalm vorbei. So werden die geliehenen Worte immer mehr zu den eigenen.

Nicht wirklich zu wissen, wie beten geht, ist keineswegs nur ein Phänomen unserer Zeit. Auch, wenn man denken könnte, die Gegenwart sei besonders glaubenskarg. Aber so richtig wissen, wie das geht, ohne Zuflucht zu nehmen bei geliehenen Worten – das kann wohl niemand. Noch nicht einmal Jesus selbst. Er hat, wie seine Brüder und Schwestern, die Psalmen gebetet. Immer und immer wieder. Sie sind ihm zur zweiten Natur geworden. Als er am Kreuz hängt, kommt ihm ein Schrei über die Lippen, den auch schon viele vor ihm gerufen und geschrien haben: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" 

Jesus nimmt Zuflucht zu den alten Worten der Psalmen. Ich folge seinem Bespiel. Auch, wenn die Psalmen mir oft eine Nummer zu groß sind, zu mächtig. Ich verstehe nie in der Tiefe, was ich da bete – was ich da sage über mich und Gott. Und doch sind die Psalmen so unmittelbar, so unverblümt, dass sie mich ganz hineinziehen. Nirgendwo anders finde ich Zorn und Trauer, Schmerz, Triumph, Liebe, Hass, Sehnsucht und Angst, Freude und Hoffnung so treffend formuliert, so beim Namen genannt. Die Worte der Psalmen passen auch dann noch, wenn alles andere längst schlottert und den Sitz verloren hat.
Hat Gott seinen Engeln wirklich befohlen, mich zu behüten? Auf allen meinen Wegen? Warum sollte Gott das für mich einzelnes Menschlein tun? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich das mit den Worten von Psalm 91 bete, dann tröstet es mich und gibt mir Halt. 

Natürlich ist das mit dem regelmäßigen Gebet so eine Sache. Die meisten dürfte ein eigenartiges Gefühl befallen, wenn es darum geht, sich kontinuierlich im Gebet zu üben. Es fühlt sich schon komisch an, morgens und abends eine Zeit zu reservieren, sich hinzusetzen und zu beten. Mit Gebets-App oder ein Vaterunser – was auch immer einem gut tut. 

Manchmal hilft eine solche Auszeit, so ein Urlaub vom Alltag, in dem ich mich besinnen kann. Wenn sich das Hamsterrad der vielen tausend Dinge schon am Morgen rasend schnell dreht, dann ist die Chance gering, sich Zeit zu nehmen. Aber selbst, wenn mein Tagesablauf es möglich macht – aller Anfang ist schwer.
Das beschreibt Esther Rüthemann. Die katholische Seelsorgerin ist im Jahr 2011 mit drei anderen von Bad Schönbrunn in der Schweiz nach Jerusalem gepilgert. Zu Fuß. Über 4.000 Kilometer. Den ganzen Weg über Österreich, den Balkan, die Türkei, Syrien, Jordanien. Bis nach Jerusalem. Sieben Monate lang. Sie wollte sich dabei ganz dem Gebet widmen. Erst klappt das nicht. Es fehlen ihr die Worte und auch die Konzentration. Dann fällt ihr das Herzensgebet ein. Ein ganz kurzes Gebet aus der Welt der Orthodoxie. Man atmet ein zu den Worten: "Jesus Christus, du Sohn des lebendigen Gottes". Und man atmet aus zu: "Erbarme dich unser."

Esther Rüthemann beschreibt das wunderbar humorvoll: 

"Oft laufen wir im Gänsemarsch an den Hauptstraßen entlang, es ist lärmig, Reden geht nicht. In diesem schweigenden Hintereinander übe ich das Herzensgebet. Immer wieder aber werde ich abgelenkt: (…)  Jesus Christus, du Sohn des … Hundegebell, ich erschrecke und falle aus dem Gebet – also wieder von vorn anfangen: Jesus Christus, du Sohn des lebendigen Gottes (…) Wie geht es wohl meiner Freundin Claudie? Genau, heute Abend will ich ihr unbedingt eine Mail schreiben. Wieder zurück: Jesus Christus, du Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich unser … Wow, heute schmerzen meine Fersen unglaublich. Hoffentlich geht’s bald besser. Jesus Christus, du Sohn des lebendigen … Was soll ich heute Abend im Blog schreiben? Jesus Christus … ich bleibe dran und übe und übe und übe – und freue mich, wenn es klappt."  (4)

Die Schweizerin Esther Rüthemann spricht ehrlich entwaffnend über ihre Versuche, sich einzuüben in die geliehenen Worte. Aber wenn man es oft genug macht, klappt es wirklich. Auch ich weiß das aus den Nächten, wenn mir überhaupt nichts mehr einfällt. Einatmen: "Jesus Christus, du Sohn des lebendigen Gottes…". Ausatmen: "…erbarme dich unser." Einatmen – ausatmen, bis das Gebet zum Atem wird, der Atem zum Gebet. In dem Wissen, dass dieses Gebet viele vor mir begleitet hat. Viele nach mir begleiten wird. Ich mit ihnen verbunden bin genauso wie mit denen, deren Atem in diesem Augenblick von dem gleichen Gebet durchströmt ist.

Wenn die geliehenen Worte sich in der Seele verankern, kann es sein, dass sie sich an uns erinnern. Selbst wenn vieles andere längst in den Tiefen des Vergessens verschwunden ist. Als die Demenzerkrankung meiner Mutter weit fortgeschritten war, habe ich angefangen, mit ihr zu beten. Ich habe die Psalmen gebetet, die sie früher oft gesprochen hat: 

"Der Herr ist mein Hirte, 
mir wird nichts mangeln. 
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser …" 


Und während ich das bete, merke ich, dass meine Mutter den einen oder anderen Satzfetzen mitspricht. Ihr Gesicht hellt sich auf. Aus dem Vergessen steigt die Erinnerung – als hätte sie sich an sich selbst erinnert. An ihre Geschichte mit Gott. An Gottes Geschichte mit ihr.

Ich bin froh über solche Worte, die ich nicht erfunden habe, die ich mir ausleihe. Sie verbinden mich mit allen, die sie vor mir gebetet haben, und mit den Menschen überall auf der Welt, die sie beten. Das tröstet, trägt, stärkt. In schlaflosen Nächten. Im Alltag. Und am Sonntagmorgen. 

Es gilt das gesprochene Wort.

Musik dieser Sendung:
1. Tschaikowsky, Morning Prayer für Cello 
2. Barbra Streisand, Papa, can you hear me? 
3. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hör mein Bitten
4. Josef Rheinberger, Abendlied 
5. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Denn er hat seinen Engeln befohlen
6. John Rutter, The Lord is my Shepherd 

Literatur dieser Sendung:
1. Tish Harrison Warren, Prayer in the Night. For Those Who Work or Watch or Weep, Downers Grove/Illinois, 2021
2. Fulbert Steffensky, Spiritualität als geformte Aufmerksamkeit. Sonntagsgespräch am 27.10.2013
https://www.kloster-nuetschau.de/download.html?f=oblaten%2FOblatenbrief+Extra+2013.Steffensky.pdf

3. Evangelisches Gesangbuch. Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Bayern und Thüringen, S. 1448
4. H. Aepli, E. Rüthemann, C. Rutishauser, F. Mali, Vier Pilger – ein Ziel. Zu Fuß nach Jerusalem, Würzburg 2015, S. 140f.