epd-bild / Werner Krueper
Heilsame Berührungen
Nähe, die Menschen zu sich selbst bringt.
08.02.2026 07:05

Manchmal reichen Worte nicht. Manchmal braucht es Gesten, damit ein Mensch neuen Lebensmut schöpfen kann.

Sendetext:

Einmal in der Woche gestalte ich als Pfarrerin die Morgenrunde im Kindergarten in unserem Ort. Dann sitze ich mit den Kindern auf dem Fußboden. Es gibt Kinder, die suchen meine Nähe und kuscheln sich an meine – zugegebenermaßen recht weiche – Seite. Andere suchen kurz Kontakt, berühren vielleicht meinen Arm oder meine Hand und setzen sich dann in den Kreis. Jedes Kind hat je nach Situation andere Bedürfnisse. 

Menschen brauchen Berührungen. Wenn ein Kind geboren wird, legt die Hebamme es sanft auf die Brust der Mutter. Haut auf Haut. Das Kind war ja eben noch umgeben von der Wärme und Geborgenheit der Gebärmutter. Nach der Enge der Geburt findet es sich jetzt in einem fast grenzenlosen Raum wieder. Die Berührung auf der Brust der Mutter hilft, sich in der Welt zu orientieren. 

Mit der Geburt beginnt die "Reise der Berührung in der Außenwelt" , schreiben Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Kiebgis in ihrem Buch "Berührung". Sie fahren fort: "Bewusste Berührungen helfen dem Kind, sich in der neuen Welt willkommen zu fühlen. Dieses hilflose Wesen kann seine Bedürfnisse nicht differenziert mitteilen, seine Sinne sind noch weit geöffnet. Es braucht Behutsamkeit, wenn es seine Lebensreise beginnt. (…) Schon jetzt sollten (…) Berührungen schützend und behütend sein. (…) Im Laufe seines Lebens sammelt das neue Menschenkind viele Erfahrungen und erstellt sich damit eine ganz persönliche Berührungsbibliothek, die Sprachbibliothek seines Körpers."  
Wenn wir miteinander kuscheln, wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das Bindungshormon. Es erzeugt ein Wohlgefühl und führt dazu, dass Menschen sich füreinander öffnen und aufeinander achten. Dabei kann die Berührung in unserem Alltag leicht und unspektakulär sein: eine sanfte Berührung an der Schulter, ein leichtes Streicheln über die Hand, eine Umarmung. Wer andere Menschen berührt, nimmt Kontakt auf, zeigt ihm oder ihr: Ich nehme dich wahr. 


Manchmal sind Berührungen auch nicht gut. Unsere Haut und der Raum unseres Körpers, das ist unsere Intimsphäre. Wenn jemand ungefragt und unerlaubt da eindringt, dann kann das bedrängend sein. Ein Zuviel an Nähe und intimer Berührung kann Menschenseelen verletzen und für ein ganzes Leben verstören. Körperliche Nähe und Respekt vor den Wünschen des oder der anderen gehören unbedingt zusammen. Wo Einverständnis und Achtung die Grundlage der Begegnung sind, da können Berührungen heilsam und gut sein. 
Eine Freundin hat Zwillinge, kleine, zarte Jungs. Sie waren in der ersten Klasse. Mittags wenn sie aus der Schule kamen, nahmen sie ihre Mutter an der Hand und kuschelten sich mit ihr auf die Couch. Da saß sie dann: auf jeder Seite einer ihrer Söhne. Nach all der Aufregung in der Schule brauchten sie die Nähe ihrer Mutter, um zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen. Ihr Bedürfnis nach Berührung war größer als ihr Hunger. Mittagessen gab es erst nach der Kuscheleinheit. 

Neurobiologisch erklärt sich die beruhigende Wirkung von Berührungen so: "Der Bereich des Gehirns, wo Haut und Tastempfinden verarbeitet werden, ist unmittelbar verbunden mit der Amygdala, auch Mandelkern genannt – dem Areal, wo Ängste entstehen und verarbeitet werden. Berührungen dämpfen die Ausschüttung stressauslösender Botenstoffe."  Berührungen helfen Menschen, sich zu entspannen. Berührungen können heilsam sein. Wenn zwei Menschen sich gegenseitig an der Hand halten, reduziert es das Schmerzempfinden. Der Herzschlag synchronisiert sich und beruhigt beide. 

Als Pfarrerin kenne ich Berührungen auch im Glaubenskontext. Wenn die Kinder sich nach der Christenlehre von mir verabschieden, frage ich sie, ob sie gesegnet werden mögen. Denen, die das wollen, zeichne ich mit sanftem Finger ein Kreuz auf die Stirn: "Gott segne dich und behüte dich!" Es gibt Kinder, die sind dann einen Atemzug lang ganz still und andächtig. Manchmal stellt sich eines der Kinder vor mich hin und segnet mich mit derselben Geste: "Gott segne dich und behüte dich!" Eine kleine Berührung, wie das Streicheln mit einer Feder, das nachwirkt: Da hat mich der Himmel gestreift. 

Von Jesus erzählt die Bibel, wie er Kindern auf seine Weise Nähe schenkte und ihnen Segen zusprach. Da wir aus anderen Geschichten wissen, wie respektvoll Jesus die Menschen immer erst gefragt hat, was sie wollen, bin ich mir sicher, dass er auch mit den Kindern liebevoll war. Die Bibel erzählt das so: 

Einige Leute brachten Kinder zu Jesus. Sie wollten, dass er ihnen die Hände auflegte. Aber die Jünger wiesen sie schroff zurück. Als Jesus das merkte, wurde er zornig und sagte zu ihnen: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran! Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da." (…) Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. 

Von Jesus wird erzählt, wie er Menschen durch seine Berührung geheilt hat: Taubstumme, Kranke, Gelähmte, Blinde. Er legte ihnen die Hände auf, berührte sie mit der ganzen Hand und heilte sie. Physiotherapeutinnen und -therapeuten wissen, wie heilsam Berührungen sein können und wie sie Menschen helfen, wieder ihren eigenen Körperraum zu bewohnen, Erinnerungen zu bearbeiten und ihrem Körpergedächtnis neue, gute Erfahrungen zu geben. 

Manchmal ist es nur eine leichte Berührung, die heilsam Kraft entfaltet und eine neue Wirklichkeit schafft. Die Bibel erzählt von einer Frau, bei der es nur eine flüchtige Berührung brauchte, damit sie gesund werden konnte. Sie hat ständige Blutungen. Das ist gar nicht so selten und mit großen Schmerzen und gesundheitlichen Einschränkungen verbunden. Damals - und manchmal bis heute - kam große Scham dazu, galt diese Frau doch aufgrund ihrer Blutungen als unrein. Niemand sollte sie berühren und sie durfte das natürlich auch nicht. 
Zwölf Jahre geht das bei dieser Frau nun schon so. Sie fühlt sich schmutzig und ist allein. Berührungslos. Keine freundliche Hand auf ihrer Schulter, niemand, der sie mal in den Arm nimmt. Aus der körperlichen wird auch eine seelische Einsamkeit. In ihrer Verzweiflung überschreitet sie diese Grenze und erlebt Wunderbares. 

Die Bibel erzählt das so: 

Unter den Leuten, die Jesus umdrängten, war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt. Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemacht und alles dafür ausgegeben, was sie besaß. Aber es hatte nichts genützt – die Blutungen waren nur noch schlimmer geworden. Die Frau hatte von Jesus gehört. Sie drängte sich in der Volksmenge von hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel. Denn sie sagte sich: "Wenn ich nur seinen Mantel berühre, werde ich gesund." Im selben Augenblick hörte die Blutung auf. Sie spürte, dass sie von ihrem Leiden geheilt war. Jesus merkte sofort, dass Kraft von ihm ausgegangen war. Er drehte sich in der Volksmenge um und fragte: "Wer hat meinen Mantel berührt?" Seine Jünger antworteten: "Du siehst doch, wie die Volksmenge sich um dich drängt. Und da fragst du: ‚Wer hat mich berührt?‘" Doch Jesus blickte sich um, um zu sehen, wer ihn berührt hatte. Aber die Frau fürchtete sich und zitterte. Sie wusste ja, was mit ihr geschehen war. Sie trat vor, warf sich vor ihm nieder und erzählte ihm alles. Er aber sagte zu ihr: "Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden. Du bist endgültig von deinem Leiden befreit." 

Kraft geht von Jesus aus und er spürt das. Diese Berührung ist anders als das zufällige Gedränge einer großen Menschengruppe. Da hat jemand ihn absichtlich und ganz vorsichtig berührt. Jesus spürt das bis unter seinen Mantel. Unsere Haut hat eine eigene Berührungsintelligenz. Sie erinnert sich an Berührungen und weiß um ihre Qualität. 

Jesus hat sie wahrgenommen, die hilfesuchende Hand, die sich mit der ganzen Verzweiflung dieser Frau nach ihm ausstreckte. Er ist ihre letzte Rettung, ihr Hoffnungsanker. Darum überschreitet sie die Grenze, die ihre Krankheit und die Gesellschaft um sie herum ihr gesetzt haben. Jesus spürt, wie Kraft von ihm ausgeht. Mit nur wenigen Worten deutet der Bibeltext all die Enttäuschungen der Frau an, die Fremdbestimmung und die zunehmende innere und äußere Verarmung, die diese Frau erlebt hat. 

Sie muss selbst aktiv werden und für sich sorgen. Sie streckt ihre Hand aus. Das Wunder geschieht. Die große offene Wunde in ihrem Inneren heilt und ihre Seele richtet sich auf. Sie erlebt das, was viele andere Menschen auch in Jesu Gegenwart erlebt haben: Sie kann ein eigener Mensch werden, sie selbst, so wie sie ist, mit ihrer Geschichte, ihren Wunden und ihrem Strahlen. 

Was aber, wenn Jesus entdeckt, dass sie ihn heimlich berührt hat? Natürlich hat sie Angst. Wer solche Macht wie Jesus hat, dass eine Berührung reicht, um zu heilen, kann auch verdammen und zerstören. Jesus sieht die Frau an. In meiner Vorstellung mischen sich in seinem Blick Bedauern über ihr Leid, Verständnis für ihr Tun und Freude über das Wunder, das sie gerade erlebt hat. 

Worte überbrücken den Abstand und hüllen sie in eine freundliche Zusage: "Tochter", sagt Jesus und meint damit auch "Tochter Gottes". Er spricht ihre von Gott geschenkte Würde an, richtet sie auf. "Dein Glaube hat dich gerettet." "Du selbst", sagt Jesus, "dein Zutrauen zu mir und zu Gott, deine Hoffnung, die dich ins Handeln gebracht hat, hat dir Heilung geschenkt." Es darf Frieden einkehren, da mitten in der Menschenmenge, in ihrer gebeutelten Seele, in ihrem Leben. Neues wird möglich.

Eingewoben ist die Geschichte von der Frau, die Jesu Mantel berührt, in eine andere Frauengeschichte, die ebenfalls von der Macht heilsamer Berührung erzählt. In manchen Bibeln ist sie überschrieben mit "Jairus Töchterlein". Erzählt wird von einer Zwölfjährigen, die krank ist: 

Jesus fuhr in dem Boot zur anderen Seite des Sees zurück. Dort versammelte sich eine große Volksmenge um ihn. Als er noch am See war, kam einer der Synagogenleiter dazu – ein Mann namens Jairus. Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder. Er flehte ihn an: "Meine kleine Tochter liegt im Sterben. Bitte komm! Leg ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und am Leben bleibt." Da ging Jesus mit Jairus. Eine große Volksmenge folgte ihm und umdrängte ihn. 

Für Jairus ist seine Tochter "meine kleine Tochter". Das erzeugt den Eindruck, sie sei ein Kleinkind. Der verzweifelte Vater bittet Jesus um Hilfe: "Leg ihr die Hände auf!" Das Mädchen liegt im Sterben. Jairus weiß um Jesu Heilkraft und um die Heilkraft hilfreicher Berührungen. Jesus geht mit ihm. Auf dem Weg begegnet ihm die Frau, die seinen Mantel berührt. Als sie im Haus des Jairus ankommen, sind alle überzeugt: Das Mädchen ist gestorben. 

Während Jesus noch redete, kamen einige Leute aus dem Haus des Synagogenleiters. Sie sagten: "Deine Tochter ist gestorben. Wozu bemühst du den Lehrer noch?" Aber Jesus hörte, was sie redeten. Er sagte zu dem Synagogenleiter: "Hab keine Angst! Glaube nur." Jesus ließ sonst niemanden mitkommen, außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder von Jakobus. Als sie zum Haus des Synagogenleiters kamen, sah Jesus die aufgeregten Menschen. Sie weinten und klagten laut. Jesus ging hinein und sagte zu ihnen: "Warum seid ihr so aufgeregt? Warum weint ihr? Das Kind ist nicht tot, es schläft nur." Da lachten sie ihn aus. Aber er warf alle hinaus. Er nahm nur den Vater des Kindes, die Mutter und seine Jünger mit sich. Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag. Jesus nahm die Hand des Kindes und sagte zu ihm: "Talita kum!", das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging einige Schritte umher. Es war zwölf Jahre alt. Da gerieten alle vor Staunen außer sich. Jesus schärfte ihnen ein: "Erzählt niemandem etwas davon." Dann sagte er: "Gebt dem Mädchen etwas zu essen." 

Als die Menschen mit der Nachricht kommen, das Mädchen sei gestorben, spricht Jesus dem Vater Mut zu: "Glaube nur!" Gottes Macht ist größer selbst als der Tod. Und dann sorgt Jesus für Abstand und einen geschützten Raum. Er wahrt die Intimität des Mädchens und der Familie. Nur die Eltern und drei seiner vertrauten Jünger dürfen mit in den Raum, in dem das Kind wie tot liegt. Sie bleibt namenlos und doch erzählt die Geschichte mit wenigen Worten ganz viel über sie. Jesus nimmt ihre Hand. Respekt und Vorsicht sprechen aus dieser Geste. Er wahrt ihre Körpergrenzen. Hände zu berühren oder auch die Schulter, das achtet das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen über seinen eigenen Körper. 

Auch was Jesus sagt, zeigt: Er nimmt sie als eigenen Menschen wahr. Bis zu diesem Punkt ist sie in der Geschichte nur die Tochter des Jairus oder "das Kind". Ihren Namen erfahren wir nicht. Als Jesus sie jetzt anspricht, durchbricht er auf seine Weise die Anonymität: "Talita kum!" – "Mädchen, steh auf!" Die aramäischen Worte sind lautmalerisch und signalisieren Nähe und Freundlichkeit. Jetzt ist sie "Talita. Mädchen". Sie wird berührt und angesprochen, ist gemeint. Sie ist ein eigener Mensch. Jesu Hand und Jesu Stimme, Jesu Zuwendung gibt dem Mädchen Orientierung. 

Vom Schluss der Geschichte her entschlüsselt sich in wenigen Signalworten etwas von der möglichen Hintergrundgeschichte. Es geht nicht um ein "Töchterlein". Das Mädchen ist zwölf Jahre alt und damit in der damaligen Zeit fast im heiratsfähigen Alter. Geht es um eine Pubertätsgeschichte, um das Erwachsenwerden und darum, dass natürlich in diesem Alter das Selbstverständnis zwischen Kind und Jugendlicher, zwischen Kindsein und Frausein schillert? 

Jesus respektiert ihre Intimsphäre, indem er all die anderen Menschen fernhält, die sich ins Haus drängen. Gesehen werden und doch nicht zur Schau gestellt, wahrgenommen und nicht bloßgestellt. Für Jugendliche in diesem Alter ist das oft ein Thema: Sie wollen wahr- und ernstgenommen werden und haben doch Sorge, was andere über sie denken und sagen könnten. 

Der Vater bittet um Handauflegung, Jesus nimmt mit Respekt vor der körperlichen Selbstbestimmung des Mädchens liebevoll nur ihre Hand. Jesu Aufforderung, ihr zu essen zu geben, könnte auf Essensverweigerung hinweisen. Was wir heute als psychische Problemlagen kennen und benennen, gab es auch damals schon und war mit Scham besetzt. 

Eine achtsame Berührung, eine freundliche Stimme. Gemeint sein, wahrgenommen werden. Für diese Jugendliche hat dieser eine Moment ihre Welt verändert. Sie steht auf, geht umher, vorsichtig und tastend, spürt den Boden unter ihren Füßen, ist innerlich aufgerichtet. Heilsame Berührungen können Menschen helfen, selbstbestimmt ihren eigenen Weg zu gehen, ihren Körper zu bewohnen und an ihrer Seele gesund zu werden.

Segen kann körperlich weitergegeben werden, wenn Menschen das wollen. Mit sanfter Geste und liebevollen Worten, mit einer Berührung, die Menschen zu sich selbst kommen lässt. Spürbar, bis in die körperliche Erfahrung hinein wird beim Segnen die Liebe Gottes zugesprochen. "Du bist gemeint, mit all dem, was zu dir gehört, Körper und Seele. Gott segne dich, erfülle dein Leben mit Gutem und schütze dich vor allem Bösen." 

Wenn ich als Pfarrerin am Ende eines Gottesdienstes den Menschen Gottes Segen zuspreche, habe ich zwei verschiedene innere Bilder: Ich stehe in meiner Vorstellung im Strom des Segens Gottes und spreche ihn anderen zu. Und mein zweites Bild: Segen ist, als würde Gott ein leuchtendes Gewebe über uns ausbreiten. Das fühlt sich oft konkret und körperlich an. Innere Bilder erzeugen Körpergefühle. Auch sie können berühren.

Wenn ich selbst Gottesdienstbesucherin bin, sind es gerade die alten, vertrauten Worte aus der Hebräischen Bibel, die mich zum Schluss eines Gottesdienstes erden und meine Seele zum Himmel hin weiten: 

"GOTT segne dich und beschütze dich. GOTT lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. GOTT wende dir sein Angesicht zu und schenke dir Frieden!" 

Wenn mir das zugesprochen wird, spüre ich Gottes warme Gegenwart, die mich schützt. Ich erfahre Gottes freundlichen Blick, der mich zu mir selbst bringt, mich mit meinen Fehlern annimmt. Segen hilft mir, mit meinem Scheitern und meiner Scham so umzugehen, dass Wege in die Zukunft möglich werden. Ich erlebe Gottes gütige Gegenwart, die mein Seufzen wahrnimmt, mich aufatmen und Frieden einkehren lässt. Segen berührt mich, mit inneren Bildern, die ganz körperlich nachwirken und mir helfen, in und bei mir anzukommen, mein eigener Mensch zu werden. Ich vertraue auf Gottes Begleitung und gehe zuversichtlich meinen Weg. 

Es gilt das gesprochene Wort.

Musik dieser Sendung:

1. Astrid von Brück, Rondo Allegretto
2. This Way, Prelude op 28 Nr. 4
3. Dave Koz, Memories of a Winter’s Night
4. Giora Feidmann, Dance of Joy
5. Horizont, Castle Cove
6. Clara und Robert Schumann, Piano Concertos Nr. 7
 

Redaktion: Pfarrer Martin Vorländer (martin.vorlaender@gep.de)
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